In den Medien wird aktuell der „Männertrend“ in der plastischen Chirurgie propagiert, selbst beim RTL-Dschungelcamp wurde das Thema unlängst zur Schatzsuchen-Entscheidung herangezogen. Harte Fakten bietet dazu die aktuelle Studie der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC), die unlängst veröffentlicht wurde. Aus der 2017er Patientenbefragung konnten 3.400 Bewertungen in die Statistik einfließen und geben somit einen repräsentativen Einblick.
Auch wenn Frauen noch immer den Großteil der Patienten in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie bilden, interessiert sich mittlerweile auch eine nicht unerhebliche Zahl von Männern für ästhetische Behandlungen. Im Vergleich zum Vorjahr (12,1 Prozent) stieg der Männeranteil unter den Patienten sogar erheblich und liegt laut aktueller Befragung bei 17,5 Prozent.

Ein Blick auf die Liste der beliebtesten Behandlungen gibt weiteren Aufschluss: Männer, die einen Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie aufsuchen, interessieren sich in erster Linie für klassische chirurgische Korrekturen. So führt die Augenlidkorrektur (21,0 Prozent) die Liste der beliebtesten Behandlungen bei Männern an, gefolgt von Botulinumbehandlungen (13,3 Prozent) und Fettabsaugungen (12,2 Prozent).

Bei der Frage nach der Motivation kommen unterschiedlichste Angaben. Häufig spielt die Karriere bei den Motiven eine große Rolle. Der eine hat täglich mit Kunden zu tun und möchte für mehr Erfolg einfach frischer aussehen, der andere möchte bei seinem Arbeitgeber punkten, ohne lästige Falten oder hängendem Bauch.

Die meisten männlichen Patienten sind zwischen 40 und 50 Jahren, sehr gut gebildet und oft in hohen beruflichen Positionen. Viele Männer ab einem gewissen Alter stört es, dass sie nicht mehr so jung aussehen, wie sie sich fühlen. Der Mann tut dies im Allgemeinen für sein eigenes Wohlbefinden und schweigt über die Entscheidung.

Und wer beruflich einen Schritt nach vorne macht, wird in der Regel auch mit einer Extra-Portion Selbstbewusstsein belohnt – dies wirkt sich schließlich auch auf das Privatleben aus. Andere Patienten wiederum legen Letzteres an erste Stelle, für ein besseres Körpergefühl und/oder für bessere Chancen bei den Frauen. Die Motive für eine Schönheitsoperation sind häufig sehr vielfältig, genau wie die mittlerweile möglichen Eingriffe.