Zu einem wirkungsvollen Augen-Make-up gehört unbedingt ein Lidschatten. Ob deckend oder hauchdünn, ob hell oder dunkel, ob eine oder mehrere Farben – mit Lidschatten können die unterschiedlichsten Effekte hervorgerufen werden. Die Augen lassen sich ganz natürlich betonen oder aber durch raffinierte Farbkontraste hervorheben.

Die Haltbarkeit des Lidschattens wird außer von der Hautbeschaffenheit von der Form der Augen beeinflusst. Fettige Haut und Schlupflider „schlucken“ das Augen-Make-up regelrecht. Auch starkes Schwitzen oder Wasserkontakt, z.B. im Schwimmbad, führen dazu, dass die Farben verwischen. Vor dem Auftragen sollten daher Cremereste vom Lid abgewischt und Gesichtspuder aufgetragen werden, damit das Lid fettfrei ist. Neben der Verwendung von speziellen Fixierprodukten kann die Haltbarkeit auch durch etwas Teintgrundierung unter dem Lidschatten verbessert werden.

Lidschatten stehen in einer breiten Farbpalette zur Verfügung; häufig werden auch Kombinationen von zwei aufeinander abgestimmten Farbtönen angeboten. Als Grundregel gilt: Helle Farben und Glanz heben die Augen hervor, dunkle und matte Farben lassen sie etwas zurücktreten.

Augen MAke Up
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Aufgetragen wird der Lidschatten mit dem Applikator, einem Kosmetikschwämmchen mit Stiel. Dabei beginnt man immer vom inneren Augenwinkel und verteilt die Farbe nach außen hin. Um ihn weich und fließend verlaufen zu lassen, werden die Ränder vorsichtig mit einem Wattestäbchen oder Pinsel nach oben verwischt.

Wenn die Farbe besonders intensiv wirken soll, kann man den Applikator vorher leicht anfeuchten. Sicherer ist es jedoch, das Auftragen mehrmals zu wiederholen. Das verstärkt den Effekt Schritt für Schritt. Sollte die Farbe trotzdem zu kräftig geworden sein oder zwei Farben nicht weich genug ineinanderfließen, hilft es, ein wenig losen Puder auf das Lid zu stäuben.

Einen besonders intensiven Ausdruck erhält der Blick durch den Lidstrich; mit ihm lassen sich Form und Größe der Augen optisch verändern. Ob der Lidstrich mit flüssigem Eyeliner oder mit einem Kajalstift gezogen wird, ist Geschmackssache. Ebenso die Wahl der Farbe; sie sollte jedoch auf Lidschatten und Mascara abgestimmt sein. Eine Frage der Mode dagegen war lange Zeit die Breite des Lidstrichs. So wurden die in den 60er Jahren angesagten dicken Balken und „Schwänzchen“ in den Augenwinkeln schon bald von hauchfeinen, kaum wahrnehmbaren Linien abgelöst, die später wiederum einer kräftigeren Betonung des Wimpernrandes weichen mussten. Heute zum Glück gibt es kein starres Modediktat mehr und jeder kann selbst entscheiden, welcher Stil am besten zu ihm passt.

Insbesondere für die dünne Variante des Lidstrichs ist der flüssige Eyeliner besonders geeignet, weil er mit einem ganz feinen Pinsel aufgetragen wird. Um eine zarte und exakte Linie oberhalb des Wimpernrandes zu ziehen, bedarf es allerdings schon einiger Übung. Wer noch nicht so fit ist, sollte den Lidstrich vor dem Lidschatten auftragen. So können kleine Ausrutscher und unebene Linien anschließend gut kaschiert werden. Zusätzlich hilft es, die Haut am Oberlid außen mit den Fingern leicht zu spannen.

Aufgrund seiner weichen Textur lässt sich ein Kajal besonders einfach auftragen. Noch besser geht es, wenn der Stift vor der Anwendung in der Handfläche kurz angewärmt wurde. Das Anspitzen dagegen wird erleichtert, wenn der Stift im Kühlschrank gelegen hat; außerdem entsteht weniger Abfall.

Der Kajal betont und vergrößert die Augen und gibt dem Blick mehr Tiefe. Er wird normalerweise nach dem Lidschatten, aber vor dem Mascara angewendet. Dann zieht man entweder einen Lidstrich entlang des oberen und unteren Wimpernrandes oder aber färbt den inneren Rand des Unterlides. Nur wenn die Lidschattenfarbe besonders tief wirken soll, wird der Kajal noch vor dem Lidschatten aufgetragen.

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Auch Lidschatten eignet sich hervorragend für einen zarten Lidstrich. Z.B. kann man mit dem Applikator einen Schatten am unteren Wimpernrand und als Kontrast einen Schatten auf das Augenlid zeichnen. Wichtig ist, dass der Lidschatten so nahe wie möglich an den Wimpern aufgetragen wird. Dann mit einem Wattestäbchen über den Lidschattenstrich streichen, um einen weicheren Effekt zu erzielen.

Nach Eyeliner und Lidschatten folgt das Mascara. Er wird in zwei bis drei dünnen Schichten sorgfältig vom Wimpernansatz zu den Spitzen hin aufgetragen. Für einen besonders intensiven Look kann man auch die oberen Wimpern von beiden Seiten tuschen. In jedem Fall sollte das Mascara nach jeder Schicht einen kurzen Augenblick antrocknen. Dann wirken die Wimpern dichter und gleichzeitig werden Farbklümpchen verhindert. Insbesondere Mascaras mit cremiger Konsistenz lassen die Wimpern dichter aussehen. Dagegen sind flüssigere Mascaras ideal, wenn die Wimpern nur ein wenig Farbe erhalten sollen.

Ebenso wie der Lidstrich ist auch die Form der Augenbrauen der Mode unterworfen. Nichts falsch machen kann man, wenn man ihre natürliche Form durch Zupfen in eine schöne, geschwungene Linie bringt. Wer möchte, kann sie abschließend mit einem Augenbrauenstift vorsichtig nachstricheln. Dazu eignen sich insbesondere die Farben grau und braun. Dagegen wirken mit schwarz betonte Brauen häufig unnatürlich und „angemalt“.

Quelle: Haut