Der kritische Blick in den Spiegel zeigt es: auch Männerhaut hat Pflege nötig.
Zugegeben, es ist nicht „Jeder-Manns“ Sache, vor dem Spiegel die verschiedenen Hautpartien des Gesichts mit unterschiedlichen „Schmiermitteln zu ölen“. Doch ganz so drastisch ist die Sache ja auch nicht. Mit etwas Hintergrundwissen eröffnet sich der Pfad der Vernunft und der schnelle Griff zur passenden Creme hilft Hautschäden zu vermeiden.

Da sich Männer- und Frauenhaut in ihrer Struktur unterscheiden, sollten sie nicht zum Cremetiegel der anderen Abteilung im Badezimmerschrank greifen. Männerhaut braucht Pflege, die auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Das heißt eine schonende Reinigung, ein ph-Wert ausgleichendes Gesichtswasser und eine leichte Creme, Fluid oder Gel. Achten Sie zudem auf die individuellen Bedürfnisse Ihrer Haut und suchen Sie sich bei Problemen Hilfe beim Dermatologen.
Warum der Unterschied? Hier kommt die Wissenschaft ins Spiel. Die Hautalterung verläuft bei Männern langsamer, denn das Sexualhormon Testosteron sorgt dafür, dass Männer eine 20% dickere und dadurch strapazierfähigere Haut haben.

Ein weiterer Unterschied ist die Talgproduktion: durch eine Vielzahl an Talgdrüsen produziert Männerhaut täglich etwa doppelt so viel Talg wie Frauenhaut, die sehr viel weniger Talgdrüsen aufweist. Das lässt das Hautbild beim Mann oft grobporig und fettiger wirken. Das ist auch der Grund, warum Männer häufiger mit Unreinheiten zu kämpfen haben. Deshalb hier einige Tipps:
Gesichtsreiniger in Form von Gel oder Lotion, adstringierendes Gesichtswasser und Peeling reichen. Abschließend eine leichte Feuchtigkeitspflege mit entzündungshemmenden und beruhigenden Eigenschaften. Bei hartnäckigen Unreinheiten weiß auch der Dermatologe Rat.

Das Gesicht sollte ein- bis zweimal täglich gereinigt werden. Um seinem Hauttyp gerecht zu werden, muss natürlich auf Inhaltsstoffe geachtet werden. Generell gilt: Normale, sensible und trockene Haut kommen gut mit sanften, wenig schäumenden Reinigern aus. Diese sind pH-neutral und enthalten keinen Alkohol. Fettige und unreine Haut wünscht sich dagegen mehr schäumende und intensivere Reiniger mit Alkohol, Menthol, Zink, Salicylsäure oder Aktivkohle.

Ganz wichtig: die Reinigungsprodukte mit viel lauwarmen Wasser wieder abwaschen und immer ein frisches Handtuch verwenden. Denn auch hier ist Hygiene wichtig. Das Ausdrücken von Pickeln und Mitessern sollte einem Profi überlassen bleiben, denn es kann bei unsachgemäßem Drücken zu schmerzhaften, eitrigen Entzündungen kommen, von denen man länger etwas hat und die ggfs. sogar kleine Narben hinterlassen.

Als anschließendes Pflegemittel empfehlen Dermatologen Produkte, die hautähnliche oder hautidentische Inhaltsstoffe aufweisen und die Haut regenerieren. Beispiele hierfür sind Ceramide oder Cholesterol. Ceramide findet man in der Hornschicht der Haut. Sie schützen vor Feuchtigkeitsverlust und bilden die Schutzbarriere der Haut. Cholesterol ist ein wichtiger Baustein der Zellmembranen. Beide unterstützen so die natürliche Haut- und Zellstruktur.