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Kratzfeste Krallen: Permanent-Lacke

Gel oder Shellac?

Bildquelle: pixabay

Wer seine Hand- und Fußnägel mit herkömmlichem Nagellack verschönern möchte, braucht auf jeden Fall eines: Geduld. Für ein perfektes Ergebnis sollten mehrere Schichten samt Unter- und Überlack aufgetragen werden, diese noch jedes Mal trocknen lassen – das dauert seine Zeit. Die Pracht hält je nach Beanspruchung maximal ein paar Tage. Schlaue Erfinder haben sich da etwas einfallen lassen: Permanent-Lacke, die bis zu drei Wochen makellos glänzen. Doch sind solche Gel-Lacke bzw. Shellac wirklich eine gute Alternative?

Um sich ein persönliches Bild machen zu können, welcher Methode man den Vorzug geben will, erklärt Beauty-Guide die Unterschiede.

Gel-Lacke

Gel-Lacke bestehen aus einem UV-reaktiven modellierfähigen Kunststoff, welcher in wenigen Minuten unter UV-Licht und Wärmeentwicklung aushärtet. Ein Gel ist dickflüssiger als ein Nagellack, weshalb ein Farbauftrag ausreicht, um eine satte flächige und etwas erhabene Lackierung zu erreichen. Hält bis zu drei Wochen!

Shellac

Die Idee zu Shellac ist relativ neu und stammt aus der Autoindustrie. Aber keine Bange, es handelt sich nicht um Autolack. Der Speziallack Shellac stellt eine Symbiose aus Gel und Nagellack dar. Er ist flüssiger als Gel und dadurch ähnelt die Optik auf dem Nagel der von normalem Nagellack. Doch er härtet binnen Sekunden unter einer UV- oder LED-Lampe und hält bis zu zwei Wochen. Bei beiden Varianten, Gel und Shellac, ist das Ergebnis im wahrsten Sinne des Wortes glänzend, außer, dass Shellac im Auftrag dünner und damit natürlicher aussieht. Gel macht aufgrund seiner Dicke den Nagel aber stabiler. Ein weiterer Vorteil von Shellac gegenüber Gel ist, dass der Nagel vor dem Auftrag nicht angeraut werden muss.

Entfernung der Permanent-Lacke

Gele sind beständig gegenüber Lösungsmitteln und müssen zur Entfernung gefräst werden. Anschließend muss das ange„ätzte“ Gel mit einem Spezialgerät vom Nagel runtergeschoben werden. Das Auftragen und Entfernen von Gelnägeln ist im Prinzip eine Aufgabe für den Profi, denn hierbei kann vieles schiefgehen und der Nagel Schaden nehmen. Denn auch beim Lackieren mit Gel muss der Nagel vorher angeraut und mit einem acetonhaltigen Dehydrator entfettet werden. Es folgt zunächst eine Schicht Haftgel und dann das Gel in der gewünschten Farbe. Wird nicht hygienisch und professionell gearbeitet, drohen Nagelpilzinfektionen oder andere Schädigungen von Nagel bzw. Nagelbett. Wer sich den Gang ins Nagelstudio sparen möchte, um seine Gelnägel zu entfernen, sollte auf ein Remover-Set setzen, sich dann viel Zeit nehmen, sorgfältig und vorsichtig arbeiten, um Nägel und Haut nicht massiv zu schädigen. Der Beauty-Guide-Tipp: Bei Gel-Nägeln lieber den Fachmann ran lassen.

Shellac kann dagegen in der Regel problemlos zuhause angewendet werden. Denn es gibt inzwischen auch Trockner-Lampen für den Heimgebrauch. Einige Zeit lang waren Dermatologen skeptisch wegen der UV-Strahlung, doch diese Bedenken konnten dank der neuen Technologien inzwischen ausgeräumt werden. Shellac ist einfacher zu entfernen als Gel, nämlich mit herkömmlichem, aber acetonhaltigem Nagellackentferner. Dieser muss nur etwas länger einwirken als bei normalem Nagellack.

Fazit

Ob Gel oder Shellac: In jedem Fall ist eine gute Nagelpflege mit Nagelöl und rückfettender Handcreme (vor allem nach dem Entfernen) anzuraten. Wenn der Nagel wächst und am Nagelbett ein „Mond“ sichtbar wird, kann man übrigens bei beiden Methoden mit normalem Nagellack drüber malen. Und wer sich mit Gel oder Shellac gar nicht anfreunden möchte: Im Fachmarkt gibt es jetzt Nagellacke mit Geltextur, die ganz ohne Lichtbehandlung bis zu zwei Wochen halten.

 

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