Bei der Frage nach einem erfolgreichen Anti-Aging der Haut sind die Grenzen zwischen innen und außen fließend – je nachdem, welche Hautschichten man ansprechen will. Die inneren zu erreichen, ist schwieriger und effektiver zugleich.

Aussen

Anti-Aging im Bad oder in der Küche? Wie immer, macht es vor allem die sinnvolle Kombination aus Kosmetikprodukten und der passenden Ernährung aus, die die Haut länger straffer und glatter und damit jünger wirken lässt – zusammen mit ausreichend Schlaf, wenig Stress und wenig Umweltgiften. Gerade letztere, welche auch oft im Zuge des „Umweltalterns“ beschrieben werden, haben es in ihrer Wirkung in sich. Dazu zählen die Hautbelastungen durch eine zu starke UV-Strahlung genauso, wie Nikotin, Alkohol und ein permanenter Stresspegel.

Kosmetikprodukte erreichen vor allem die oberen Hautschichten. Besonders jene, die die Hautelastizität fördern und der Haut neue Feuchtigkeit und Geschmeidigkeit geben, sorgen dabei für jungbleibende Effekte. Produkte mit Hyaluronsäure können sehr viel Feuchtigkeit an sich binden, Extrakte wie von der Mango können wiederum die Bildung von körpereigener Hyaluronsäure unterstützen. Zu Gesichtspflegeprodukten, die schonend unsere Mimik entspannen und -falten reduzieren, gehören unter anderem jene, die die Nervenrezeptoren der Haut beruhigen können, zum Beispiel mit Extrakten aus Quinoasamen und Parakresse.

Innen

Aber Anti-Aging ist im Zeitalter der Wunder-Smoothies und Power-Blogs auch eine große Frage der richtigen Ernährung geworden. Vor allem die tieferen Hautschichten sind von innen leichter zu erreichen als durch die äußerliche Anwendung mit Kosmetikprodukten. Hyaluronsäure ist dabei ein Stoff, der auch von innen seine feuchtigkeitsfördernden Eigenschaften entfaltet. Grundsätzlich sorgt eine ausreichende Versorgung mit Vitamin E wie in Nüssen, Butter und Leinöl für jungbleibende Haut, weil es vor allem vor den zellschädigenden freien Radikalen schützt. Überhaupt ist eine basenüberschüssige Ernährung mit viel frischem Gemüse und Obst ein Jungbrunnen für die Haut. Sie liefern dem Körper wichtige Antioxidantien, Spurenelemente und Vitamine. Vor allem Schwefel, Zink und Silizium wie in Salatgurken, Kohlgemüse, Rettich und Radieschen entgiften den Körper und sorgen für den Aufbau von Bindegewebe. Selen wie in Eiern wiederum wirkt antioxidativ und hält auch das Gewebe geschmeidig. Wildlachs und Sardinen verfügen über hochwertige Omega-3-Fettsäuren, die gegen Reizungen und Entzündungen wirken. Nahrungsmittel wie Zwiebeln, Nüsse oder Sesamöl enthalten das Coenzym Q10.

Und – keine Überraschung: Wasser, viel Wasser, am besten still. Weil es schlichtweg reinigt. Manchmal geht Anti-Aging einfacher als die Kosmetikindustrie denkt.