Die meisten Menschen kennen die kleinen weißlichen Knötchen auf der Haut, die nur auf den ersten Blick wie Mitesser aussehen. Es handelt sich um Milien, auch Hautgries genannt. Die hartnäckigen Knötchen tun nicht weh und sind auch kein krankhaftes Hautproblem, doch sie können stören.

Bei Milien handelt es sich um kleine gutartige Zysten, feste Kapseln aus Bindegewebe und Hautzellen, die in jedem Alter auftreten. Ihr Durchmesser beträgt etwa ein bis zwei Millimeter. Sie haben eine harte Konsistenz und treten einzeln oder in Gruppen auf. Milien enthalten vor allem die Hornsubstanz Keratin, die normalerweise Haare und Nägel festigt. Das erklärt, warum Grieskörner so hart sind und mit der Zeit oft noch härter werden. Zur Unterscheidung: Mitesser dagegen sind weich und entzündet (erkennbar am rötlichen Rand).

Die genaue Ursache für Milien ist nicht bekannt. In manchen Familien tritt Hautgries häufig auf; deshalb spielen vermutlich die Gene eine Rolle. Weil vor allem Frauen Milien bekommen, könnten auch die Hormone verantwortlich sein. Als Auslöser diskutiert werden außerdem Hautschäden. Weil Grieskörner verkapselt sind, sollte man auf keinen Fall versuchen, sie wie Mitesser auszudrücken. Wer es trotzdem tut, muss mit Entzündungen, einem Wiederauftreten der Milien und Narben rechnen.

Wie erwähnt sind Milien harmlos. Sollten sie jedoch in größerer Häufung, im Gesicht oder gar am Augenlid auftreten, können sie erheblich stören. Dann ist der Gang zum Hautarzt der richtige Weg. Dieser kann diagnostizieren, ob es sich wirklich um Hautgries oder nicht etwa Warzen oder eine Hautkrankheit handelt. Der Dermatologe öffnet das Knötchen mit einem winzigen Schnitt per Lanzette. Anschließend drückt er das Keratin-Körnchen heraus. Die winzige Wunde heilt meist ohne Narbenbildung ab. Milien in der Nähe des Auges oder an anderen, schwer erreichbaren bzw. empfindlichen Stellen können mit einem Laser effektiv entfernt werden. Werden Grieskörner fachmännisch entfernt, kommen sie nicht wieder, zumindest nicht an der gleichen Stelle.