Kopfbedeckungen aller Art, aber auch Rollkragenpullover, Schals, Heizungsluft und sogar Nieselregen – all das kann Haare zum Kräuseln bringen. Reibt das Haar ständig an der Kleidung, raut die Oberfläche der Haare allmählich auf und kann damit den so genannten Frizz begünstigen. Der Begriff Frizz stammt aus dem Englischen und heißt übersetzt „kräuseln“. Er beschreibt wild abstehende, widerspenstige Haare.

Was macht Frizz mit den Haaren?

Wer lockige oder extrem trockene Haare hat, kennt den Frizz-Effekt meist recht gut: Die Haare fliegen, wirken struppig und aufgeplustert. Schuld daran sind kleinere Schäden an der Haarstruktur. Je spröder das Haar, desto aufgerauter ist die Schuppenschicht, die es normalerweise glatt umschließt.

Feuchtigkeit von außen kann eine angegriffene Haaroberfläche leichter durchdringen. Das Haar quillt dann auf, verformt sich, steht ab und wirkt deshalb zerzaust. Dies macht sich vor allem bemerkbar, wenn die Luftfeuchtigkeit besonders hoch ist, zum Beispiel bei Nebel oder Regen. Entsprechend kommt es im Herbst und Winter eher zu Frizz-Haaren.

Insbesondere trockenes Haar wird schneller spröde und die Haarstruktur wird leichter geschädigt. Dann kommt es häufig zu Haarbruch, gespaltenen Spitzen und krausem Haar, das sich nur schwer kämmen und frisieren lässt. Gerade kräftiges und gelocktes Haar leidet oft an Trockenheit und ist störrisch und stumpf.

Spezielle Pflege hilft

Eine besondere Pflege ist hilfreich. Für besonders widerspenstiges, schwer zu bändigendes und sprödes Haar stehen unterschiedliche Mittel der „Zähmung“ und „Reparatur“ zur Verfügung: Spezielle Glättungs-Spülungen und -Balsame. Sie verbessern die Kämmbarkeit auch bei störrischen und strapazierten Haaren, ohne das Haar zu beschweren. Die Produkte sind angereichert mit pflanzlichen Essenzen, wie Babassu- oder Magnolien-Extrakten. Die südamerikanische Babassu-Palme enthält ein pflegendes Öl, Magnolien-Extrakte enthalten zum Beispiel antioxidative Inhaltsstoffe. Die Produkte können das Haar bis zur nächsten Haarwäsche glätten und die Geschmeidigkeit erhöhen.

Feuchtigkeitsshampoos oder spezielle Anti-Frizz-Shampoos nähren und schützen die Haare, zum Beispiel mit Vitamin-E-reichem Argan- oder Mandelöl. Für trockenes „Frizz-Haar“ ist die regelmäßige und gezielte Pflege erforderlich, z.B. einmal pro Woche eine Intensiv-Pflege mit einer reichhaltigen Haarkur einsetzen. Spezielle Anti-Frizz-Kuren helfen bei der Reparatur des trockenen, geschädigten Haares und sie schützen wertvollen Proteinen und Ölen.

Die Palette der Haarpflegeprodukte reicht von Spülungen über Kuren und Masken bis hin zu Haarwässern und speziellen Pflegemitteln. Es gibt sie als dünnflüssige Tonics, als viskose Spülungen und Schäume oder als Cremekuren.

 

 

Quelle: haut