Hunger macht vor Hitze nicht halt. Wenn die Temperaturen in tropische Sphären steigen, nimmt der Appetit zwar in der Regel ab – und der Durst zu. Doch das falsche Essen kann zu Unwohlsein führen, obwohl es „eigentlich“ gesundheitlich unbedenklich war. Hier ein paar Ernährungs-Tipps für heiße Tage.

Das Thermometer glüht und wir fühlen uns schlapp, können nicht schlafen, haben Kopfschmerzen oder Konzentrationsprobleme. Das kann an falscher Ernährung liegen. Zum Beispiel an zu schwerer Kost am Abend. So schön eine Grillparty nach Sonnenuntergang auch ist: Eine fettreiche Mahlzeit am Abend kann uns nachts um einen erholsamen Schlaf bringen. Deshalb sollten wir vor dem Zubettgehen vor allem zu leichten Speisen greifen, z. B. zu Obst oder zu Reis mit Gemüse oder Salat.

Wer schwitzt, muss den Flüssigkeitsverlust durch Getränke wieder ausgleichen. Außen heiß – innen kalt, ein Irrglaube: Eiskalte Getränke wirken eher schweißtreibend und sollten, wenn überhaupt, dann nur schluckweise zu sich genommen werden. Besonders ein „Kühles Blondes“ oder sonstige alkoholische Getränke sind bei Hitze keine gute Idee. Alkohol entzieht dem Körper zusätzlich Wasser und wertvolle Mineralstoffe – und wir sind anfälliger für Hitzschläge. Besser sind Leitungs- oder Mineralwasser mit einem Stück Zitrone und/oder Gurke, lauwarmer Tee mit möglichst wenig Zucker oder stark verdünnte Säfte. Auch heißer Kaffee bringt uns im Sommer zusätzlich ins Schwitzen. Außerdem wirkt das enthaltene Koffein harntreibend. Also: mit Kaffee sparsam sein.

Wer stark schwitzt, verliert verstärkt Mineralstoffe. Dazu zählt auch Salz; ein Mangel daran kann zu Kreislaufproblemen führen. Im Sommer gerne ein wenig nachsalzen! Auch auf eine gesunde Schärfe im Essen sollte man im Sommer nicht verzichten. Selbst wenn uns Chili den Schweiß auf die Haut treibt, kühlt die Schote den Körper tatsächlich aber ab. Das funktioniert so: Das enthaltene Schärfemolekül Capsaicin meldet dem Gehirn, dass sich eine Hitzequelle im Mund befindet. Diese sogenannte Phantomhitze setzt eine Kühlreaktion des Körpers in Gang. Bei Hitze kommt uns noch eine weitere Eigenschaft scharfer Lebensmittel zugute: Sie besitzen häufig Inhaltsstoffe, die das Bakterienwachstum hemmen. Insgesamt gilt – nicht nur bei großer Hitze – mit den Essensportionen sparsam zu sein. Wer sich bis zum „Anschlag“ vollstopft, braucht sich über Malaisen nicht zu wundern.