Haare wachsen im Schnitt rund einen Zentimeter pro Monat. Eine Kurzhaarfrisur, die jetzt unterhalb der Ohrläppchen abschließt, benötigt annähernd zehn Monate, bis die Haare über Schulterlänge verfügen. Das Haarwachstum braucht also Zeit und die Langhaarfrisur Geduld.

Die Wachstumsphase des Haares

Jedes Haar hat einen Lebenszyklus, – jedes einzelne unserer durchschnittlich 120.000 Kopfhaare. Ein faszinierender Vorgang: In der Wachstumsphase wächst das Haar in der Haarwurzel um zirka einen Zentimeter im Monat. Wenn allerdings keine Wachstumsaktivität in der Haarwurzel besteht, löst das Haar sich ab und fällt aus und die Haarwurzel macht „Pause“. Dieser Prozess zeigt sich nicht nur am natürlichen Haarwechsel, der sich eben am natürlichen Hausausfall offenbart, sondern auch an zunehmend dünnen Haaren und einer geringeren Haarfülle. Um dieses zu vermeiden, kann es hilfreich sein, den Haarwurzeln nur eine kurze Ruhepause zu gönnen und die Wachstumsphase des Haares zu unterstützen.

Die Aktivität des Haarwachstums wird über den Hormonhaushalt gesteuert. Gerät dieser aus dem Takt, können vermehrt Haare ausfallen oder es wachsen vorübergehend weniger nach. Etwa während der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren, aber auch bei Einnahme von Hormonpräparaten wie der Anti-Baby-Pille.

Richtige Ernährung und gezielte Pflege von Haar und Kopfhaut

Haare brauchen eine auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Pflege, die sie kräftigt und widerstandsfähiger macht gegen Spliss, Trockenheit und Haarbruch. Ideal sind spezielle Shampoos für zum Beispiel fettiges, trockenes oder normales Haar.

Auf der Kopfhaut wird das Haar in den sogenannten „Haarfollikeln“ gebildet. Talgdrüsen geben ein fettiges Sekret ab, das sowohl Kopfhaut als auch jedes Haar mit einem schützenden Film überzieht. Gerät die Talgproduktion aus der Balance, trocknet die Kopfhaut aus oder fettet übermäßig nach. Auch Schuppen werden dann häufig zum Problem. Eine irritierte Kopfhaut kann das Haarwachstum beeinträchtigen.

In puncto Haargesundheit wird ein wichtiger Faktor allzu oft nicht bedacht: Die richtige Ernährung. Frische, vitaminreiche Nahrungsmittel sorgen für eine gesunde Kopfhaut und damit auch für gesundes Haar. Ganz wesentlich ist die Versorgung mit essentiellen Vitaminen und mit Mineralstoffen. Die optimale Versorgung mit Vitaminen und Spurenelementen wie Biotin (30 – 100 Mikrogramm pro Tag), Folsäure (300 – 400 Mikrogramm pro Tag), Vitamin C (75 – 100 Milligramm pro Tag), Eisen (15 Milligramm pro Tag), Zink (10 – 15 Milligramm pro Tag), um nur einige zu nennen, ist Grundlage der Haargesundheit. Die angegebenen Mengen beziehen sich auf den täglichen Bedarf eines Erwachsenen.

 

Quelle: haut