Dezember bedeutet Weihnachten und Weihnachten bedeutet Plätzchen. Was wäre der Countdown zum Fest ohne Vanillekipferl, Lebkuchen, Zimtsterne und Co.? Das Problem: ganz schnell hat man den Kalorienbedarf eines ganzen Tages allein in Form von Weihnachts-Naschereien verputzt. Und dabei sind da ja noch knusprige Ente, Glühwein und andere weihnachtliche Köstlichkeiten, die wohl auch kaum jemand gegen Rohkostplatte und Kräutertee eintauschen will.

Die gute Nachricht: Das bedeutet nicht, dass wir auf hübsch dekorierte Ausstecherchen und duftende Kekse ganz verzichten müssen, um noch ins Silvester-Outfit zu passen. Es gibt ganz einfache Tricks und Alternativen, um beim Backen einen Teil des Fettes und der Kalorien wegzuzaubern. Beauty-Guide weiß, wie’s funktioniert und verrät die drei besten Tipps zum Naschen ohne Reue.

Kalorien ganz einfach reduzieren

Kalorien lassen sich im Handumdrehen leicht reduzieren, indem man den Fett- und Öl-Gehalt im Teig minimiert. In einigen Rezepten kann man bis zu 50 Prozent der Butter einfach weglassen. Gesunde Alternative: Zutaten wie Apfelmus und griechischen Joghurt anstelle von Butter oder Öl verwenden. Um den Fettgehalt zu reduzieren und dennoch die Textur der Kekse zu erhalten, kann man auch Eiweiß anstelle von Öl verwenden. Wenn man das Fett in den Keksen gegen fettarme Alternativen austauscht, ist das Backergebnis immer noch köstlich, hat aber viel weniger Kalorien.

Wer auf seine Herzgesundheit achtet, kann einen Teil der Butter gegen gesunde Öle wie Rapsöl oder Olivenöl tauschen. Für jeden ersetzten Esslöffel Butter werden mindestens fünf Gramm gesättigtes Fett entfernt. Die Kekse sind in der Regel knuspriger, trocknen jedoch leicht aus, daher am besten in einem luftdichten Behälter lagern.

Ebenfalls gut für‘s Herz ist es, auf den Salzgehalt zu achten. Einfach den Salzanteil halbieren.

Wer beim Backen die Gesamtkalorien reduzieren möchte, anstatt nur Fett zu sparen, sollte einen Zuckerersatz wie Stevia oder Erythrit verwenden. Die meisten Zuckerersatzstoffe enthalten Anweisungen auf der Verpackung, wie viel man zum Ersetzen jeder Tasse Zucker verwenden sollte. Da die meisten Zuckerersatzstoffe keine Kalorien enthalten, löst sich durch die Verwendung anstelle von Zucker eine große Menge an Kalorien in den Plätzchen in Luft auf. Natürliche Alternativen zu ungesundem, weißen Zucker sind brauner Rohrzucker, Honig oder Fruchtpüree. Kalorienmäßig machen sie allerdings kaum einen Unterschied.

Gesünderer Backgenuss

Deutlich gesünder wird der Plätzchen-Genuss auch, wenn man das gewöhnliche Weizenmehl durch Vollkornmehl oder Hafer ersetzt. Es lohnt sich! Plätzchen aus 100 Prozent Vollkornmehl erhalten die vierfache Menge an Ballaststoffen. Wer sich mit dem Geschmack von Vollkorn partout nicht anfreunden kann, fügt dem normalen Teig Leinsamen hinzu und erhöht so den Ballaststoffgehalt, ohne den Geschmack zu beeinträchtigen. Leinsamen passt zum Beispiel super zu Haferkeksen und Ingwerplätzchen.

Vermeiden sollte man Zutaten, die gehärtetes Öl oder Transfette enthalten. Beim selber Backen sollte die Devise immer lauten: so natürlich wie möglich. Auch wenn es Kinder lieben, Streusel weglassen und die Plätzchen mit einem Spritzer Schokolade dekorieren. Ist weniger künstlich und zuckrig, aber macht beim Bemalen genauso viel Spaß!

Butter oder Zucker beim Backen reduzieren kommt gar nicht infrage? Auch dann gibt es eine Lösung: ein Rezept wählen, das reich an gesünderen Zutaten wie Obst oder Nüssen ist. Doch Vorsicht: Ein ganzer Teller auch dieser gesünderen Alternative hat noch immer jede Menge Kalorien. Also besser nur in Maßen statt in Massen genießen.

Kalorien in Weihnachtsplätzchen

Doch wie viele Kalorien stecken eigentlich so in unseren liebsten Weihnachtsleckereien? Das hängt natürlich immer ein bisschen vom jeweiligen Rezept und der Größe ab. Ungefähr jedoch schlägt der Inhalt der Plätzchendose wie folgt zu Buche:

  • 1 Stück Christstollen: bis zu 400 kcal
  • 1 Chocolate Chip Cookie: 85 kcal
  • 1 (sehr) kleiner Lebkuchen: 41 kcal
  • 1 Makrone: 65 kcal
  • 1 einfacher Mürbeteigkeks: 50 kcal
  • 1 Spitzbube: 45 kcal
  • 1 Vanillekipferl: 45 kcal
  • 1 Zimtstern: 50 bis 100 kcal

Da kommt zwischen dem ersten und vierten Advent ganz schön was zusammen…

Naschen ohne Reue

Zuschlagen ohne schlechtes Gewissen kann man dagegen bei diesen Low-Calorie Leckereien:

  • Ganz oben auf der Fast-Keine-Kalorien-Liste steht: Baiser! Die luftigen Leckereien aus Eischnee lassen sich in den unterschiedlichsten Varianten verfeinern. Super passen Früchte wie Himbeeren, aber auch herbere Noten wie Schokolade, Nüsse oder Kaffee.
  • Ein wahrer Luftikuss unter den Plätzchen sind zum Beispiel Nussbusserl, die komplett ohne Fett und Zucker auskommen und trotzdem zum Anbeißen aussehen.
  • Wer kann süßen Spitzbuben mit ihrer köstlichen Marmeladenfüllung schon widerstehen? Zum Glück gibt es auch diesen echten Plätzchen-Klassiker in einer Low-Carb-Variante.

Aber eines ist doch auch klar: Es ist großartig, dass sich Fett und Kalorien beim Backen von Weihnachtsplätzchen so leicht reduzieren lassen. Wenn Freunde und Familie mit frischen, duftenden, süßen Sünden vor der Tür stehen, sollte das Zugreifen trotzdem erlaubt sein. Wie sagt man so schön: „Die Dosis macht das Gift.“ An Weihnachten geht es schließlich darum, die Zeit mit den Liebsten zu genießen – und da sollten wir uns nun wirklich nicht von ein paar zusätzlichen Kalorien zurückhalten lassen.