„Einer für alle(s), alle(s) für einen“ könnte man das Motto von Alexandre Dumas‘ Musketieren in leicht adaptierter Form auf eine neue Art von Kosmetika beziehen. „Hybrid Beauty“ heißt ein Mega-Trend, der sich anschickt, die Zukunft zu erobern.

Diese neuartigen Kosmetika sind Multifunktionskünstler, die zum einen mit geradezu magischen Texturen aufwarten und zugleich mit Mehrfachwirkungen punkten. Von allem das Beste wird in einem einzigen Produkt vereint, sowohl im Hinblick auf die individuellen Eigenschaften diverser Texturen als auch auf die Kompatibilität der Inhaltsstoffe.

Per definitionem ist ein Hybrid ein System, bei dem zwei Technologien miteinander kombiniert werden. Wir kennen den Begriff z. B. aus dem Golfsport. Ein „Hybrid“ ist ein Schläger, der durch die Kombination der speziellen Eigenschaften eines Holzes bzw. eines Eisens einen Kompromiss darstellt, den manche Golfer als leichter spielbar empfinden. In aller Munde sind derzeit auch Hybrid-Fahrzeuge, in denen Benzin- und Elektromotoren nebeneinander arbeiten und sich ergänzen.

Hybrid-Kosmetik kurz erklärt

Bei Hybrid-Kosmetik bleibt es jedoch nicht bei der simplen Kombination zweier Technologien. In der Welt der Kosmetik beschreibt Hybrid-Beauty ein aus unterschiedlichen Arten bzw. Prozessen zusammengesetztes Ganzes. So erzielt nicht nur jedes einzelne Element für sich eine Wirkung. Durch die Kombination – das Vereinen oder Verschmelzen – können sogar neue, erwünschte Eigenschaften entstehen. Das Besondere an diesem Kosmetiktrend ist die potenzierte Wirksamkeit innerhalb eines Produktes. Eins plus eins macht bei Produkten aus der Hybrid- Kosmetik durchaus schon mal drei (oder mehr). Auf diesen zukunftsweisenden Zug springen immer mehr Kosmetikhersteller auf.

Als erstes fällt bei Hybrid-Kosmetik in der Regel die Textur ins Auge. Aus zartem erfrischendem Schaum, der sich leicht auf der Haut verteilen lässt, wird z. B. seidiger Puder. Oder ein transparentes Gel verwandelt sich in eine ölig-milchige Lotion, die schnell in die Haut eindringt und diese pflegt. Hinter so einer beinahe magischen Veränderung steckt u. a. der Gedanke, die unterschiedlichen Wirkweisen bestimmter Texturen effektiv zu verbinden. Hybrid-Produkte gibt es sowohl in der pflegenden als auch dekorativen Kosmetik. Ein weiteres Argument für Hybrid-Produkte ist der Wunsch, Ressourcen zu sparen. Je mehr Wirkungen in einem einzigen Produkt vereint werden und je besser sich diese gegenseitig forcieren, desto geringer kann die Anzahl der Beauty-Produkte sein, die sonst noch für eine Schönheitsroutine nötig sind.

Hybrid-Kosmetikprodukte

So wurde z. B. mit Hilfe der Hybrid-Technologie eine tönende Feuchtigkeitspflege entwickelt, die quasi mit einer 5-in-1 Formel aufwartet. Mit ihrer leichten Tönung perfektioniert sie den Teint, indem intelligente Lipide mit der Haut verschmelzen, wodurch sich die ultraleichten Farbpigmente perfekt dem Hautton anpassen. Gleichzeitig spendet sie langanhaltende Feuchtigkeit. Antioxidantien schützen vor Schmutz, Pollen und Feinstaub. Vitamin E stärkt die Hautbarriere und der organische Sonnenfilter SPF 25 schützt vor UV-A- und UV-B-Strahlen. Ein weiteres Beispiel ist eine Maske, die die Vorteile einer Reinigungspflege und einer pflegenden Maske verbindet – Detox und Boost in einem. Des Weiteren lässt sich per Hybrid-Formel auch eine kosmetische mit einer medizinischen Wirkung kombinieren.

Hybrid-Kosmetika stellen nicht nur eine Meisterleistung der Hightech-Abteilungen der Hersteller dar. Neben ihrem durchschlagenden Wirkpotential machen sie auch Spaß – ein nicht zu unterschätzendes Argument für die Verbraucher.