Für Glanz und Spannkraft sorgen nicht nur Kosmetika oder äußerlich angewendete Öle und Frucht-Milch-Cocktails. Gesunde Haare sind bekanntermaßen auch Ergebnis eines ausgewogen-wertvollen Speiseplans. Und der schmeckt. Leckere Rezeptzutaten für schöne Haare.

Schnittwittchen und Rapunzel haben es uns vorgelebt. Das Prädikat „schön“ verleihen wir vor allem bei vollen, kräftigen, glänzenden und farbstarken Haaren. Und verantwortlich dafür zeichnet – wie immer in der Ernährungswelt – ein bunter Strauß an speziellen Multikönnern, die das Immunsystem fördern, den Hormonhaushalt regulieren und die Zellen schützen. Optimal ist dabei, was einen hohe Dosis an strukturbildenden, heilenden und schützenden Aminosäuren, Mineralien, Vitaminen, Antioxidantien und essenziellen Fettsäuren bringt. Und der absolute Haar-Star ist das Vitamin B7, auch Biotin genannt. Enthalten in Nüssen, Haferflocken, Sojabohnen, Leber und Eigelb sorgt es vor allem dafür, dass die haarbildenden Zellen genug Nährstoffe erhalten und das Wachstum stattfinden kann, unterstützt von Selen (Reis, Lachs, Paranüsse) und Zink (Haferflocken, Pistazien). Viel Kupfer in Quinoa, Kakao oder auch Algen regt die Bildung der eigenen Haarfarbe an. In grünem Gemüse wie Brokkoli, Mangold, Grünkohl, Spinat und der Superfrucht Avocado steckt wiederum eine Menge Eisen, Folsäure und Vitamin C, die das Haarwachstum immer wieder ankurbeln. Und damit der Erneuerungsprozess der Kopfhaut stetig am Laufen ist, lohnt es sich, mit orangefarbenen Obst- und Gemüsesorten „weiterzumachen“: In Aprikosen, Kürbis, Karotten, Mango, Süßkartoffeln und roter Paprika steckt das dafür notwendige Beta-Karotin, das der Körper in Vitamin A umwandelt.

Gesunde Haare lieben einen regulierten Hormonhaushalt. Vitamin B6, wie in Rindsleber oder Champignons, hilft z. B., fettiger Kopfhaut vorzubeugen. Für einen ausgeglichenen Säure-Base-Haushalt sorgt viel Obst und Gemüse sowie z. B. Zink in Pistazien. Eine gut durchblutete Kopfhaut ist wiederum der Schlüssel für ein gutes Haarwachstum. Omega-3- Fettsäuren, wie in Lachs und Walnüssen, regen die Durchblutung an und spenden ebenfalls Biotin und Vitamin E. Zusammen mit dem kollagenbildenden Zink ist Biotin der Garant dafür, dass das Haar nicht ausfällt. Bleibt noch ein populärer Aminosäurenbesitzer: das Ei und sein Zystein. Es schützt das Haar vor schädigender Sonnenstrahlung und erhöht die Dicke einzelner Haarsträhnen. Wer jetzt noch seine Haare pflegt, viel trinkt, schläft und Bewegung hat, der sollte ganz nah an Schneewittchen und Rapunzel herankommen.