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Pflege der Haut nach der Tattoo-Entfernung

Dr. Susanne Steinkraus

Dr. med. Susanne Steinkraus gibt wertvolle Ratschläge zur Hautpflege der betroffenen Areale nach der Entfernung einer Tätowierung. Als Fachärztin für Dermatologie und Venerologie weiß sie genau, was zu beachten ist. Bei ARD, NDR, RTL und Sat 1 ist ihr Expertenwissen seit über zehn Jahren gefragt. Heute steht sie Beauty-Guide mit ihrem Fachwissen beratend zur Seite:

Dr. Susanne Steinkraus
Dr. Susanne Steinkraus

Frau Dr. Steinkraus, wie sollte die Haut direkt nach der Entfernung einer Tätowierung gepflegt werden, um möglichen Narben entgegenzuwirken? Unterscheidet sich die Nachsorge dabei nach den jeweiligen Entfernungsmethoden wie Hautabschleifung, chirurgische Entfernung oder die Entfernung mittels Laser?
Prinzipiell ähnelt sich die Nachsorge aller drei Methoden der Tattooentfernung, denn das Wichtigste ist die Vermeidung von Infektionen, Narbenbildung und Pigmentverschiebungen. Daher ist es essenziell die behandelten Areale möglichst sauber und keimarm zu halten. Dies kann zum Beispiel mit antiseptischen oder antibiotikahaltigen Salben (Polyhexanid oder Fusidinsäure) erreicht werden. Zur Vermeidung von Pigmentverschiebungen ist es ungemein wichtig konsequenten UV-Schutz zu betreiben, mittels Sunblock oder dem Tragen von Kleidung über dem behandelten Areal. Nach der Entfernung durch Hautabschleifung, der sogenannten Dermabrasion, sollte man die entstandene Schürfwunde vor weiteren Verletzungen schützen, um eine Narbenbildung zu vermeiden. Bei der chirurgischen Entfernung der Tattoos ist das zurückbleiben einer Narbe generell nicht zu verhindern, diese kann höchstens durch entsprechende Narbenpflege im Anschluss auf ein möglichst geringes Maß reduziert werden.

Gibt es neben diesen drei Methoden noch weitere zur Tattooentfernung?
Die drei oben genannten Methoden sind die am weitesten verbreiteten Methoden der Tattooentfernung. Von der immer wieder angebotenen Methode der Tattoo-Unterspritzung, zum Beispiel mittels Milchsäure, ist unter anderem aufgrund der Infektionsgefahr und Knotenbildungen dringend abzuraten.

Welche Methode favorisieren Sie und warum?
Die ganz klar favorisierte Methode ist die Tattooentfernung mittels Laser. Sie ist gut erforscht und in der Regel komplikationsarm. Allerdings bietet sich diese Methode nicht bei bunten Tätowierungen an, da besonders die Farben Rot, Gelb und Weiß vom Laser sehr schwer erfasst werden können. Auch ist es wichtig zu wissen, wann und wo das Tattoo gestochen wurde, da besonders in asiatischen Ländern oft Farben verwendet wurden, die bei Behandlung mittels Laser giftige Stoffe freisetzen können. Hier bleiben nur die anderen beiden Methoden, sofern die Tätowierungen keine zu große Fläche einnehmen.

 

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