Wenn es draußen nieselt, die Luft kalt und feucht ist, hat unser Haar – im wahrsten Sinne des Wortes – seinen eigenen Kopf. Es gibt wohl kaum jemanden, der bei hoher Luftfeuchtigkeit nicht mit krausem Haar zu kämpfen hat. Der Grund: Wenn die Schuppen des Haares geöffnet sind, dringt Feuchtigkeit aus der Luft in den Schaft ein und verursacht diese krausen Ausreißerchen, mit denen wir an nieseligen Herbsttagen nur allzu vertraut sind.

Nun kann man sich bei einem sonntäglichen Spaziergang mit ein wenig saisonaler Krause durchaus abfinden. Doch auf dem Weg zur Arbeit oder zu einem schicken Date sollte die Frisur doch bitte wetterunabhängig intakt bleiben.

Wie schön, dass es durchaus einige wirksame Methoden gibt, mit denen wir dem krausen Kopf den Kampf ansagen können. Hier sind die zehn besten Tipps und Tricks, um widerspenstiges Haar wirklich wetterfest zu machen.

1. Anti-Frizz-Produkte verwenden

Keine Überraschung: Ein Anti-Frizz-Produkt ist Pflicht beim Styling, um ein glattes Ergebnis zu erzielen, das auch so bleibt.

Anti-Frizz-Serum oder -Creme am besten auf das nasse Haar auftragen. Dadurch kann das Produkt in die Haarkutikula – die äußere Schuppenschicht des Haares – eindringen und es so zusätzlich mit Feuchtigkeit versorgen.

Anschließend die Haare erst mit dem Föhn trocknen und der Frisur dann mit einem Glätteisen den letzten Schliff verleihen.

2. Haare hochstecken

Gelocktes oder gewelltes Haar ist besonders anfällig für so genanntes Frizz. Wer also nicht von Natur aus glattes Haar hat, sollte sich an feuchten Tagen nicht unbedingt für eine ultraglatte Sleek-Mähne entscheiden. Ein feuchtigkeitsfreundlicherer Stil ist hier definitiv die beste Wahl – für die Optik und für die Nerven.

Ein entzückender geflochtener Look oder ein sexy Haarknoten im Nacken sind schnell gestylt und weniger anfällig für Kräuselungen.

Bonus-Plus: Der Trend zu „effortless hair“ eignet sich nicht nur hervorragend für krause Looks, er ist spätestens seit Meghan Markle mit lockerem Dutt zu offiziellen Terminen für das britische Königshaus erschien, auch absolut salonfähig.

Um die Luftfeuchtigkeit stilvoll zu überlisten, das Haar am besten in nassem Zustand zu einem Zopf oder Dutt stylen. Besonders gut geeignet sind Styles, die die Haare nach oben oder hinten ziehen. Perfekter Stylinghelfer sind spiralförmige Haargummis, die stark genug sind, um die Frisur an Ort und Stelle zu halten, ohne Knicke im Haar zu hinterlassen.

3. Öle und Sheabutter für welliges und dichtes Haar

Unsere Haartypen sind so verschieden wie unsere Vorlieben beim Essen. Bei dickem Haar stehen Öle und Sheabutter ganz oben auf der Pflege-Liste, um Kräuselungen auf ein Minimum zu beschränken und sicherzustellen, dass das Haar gesund bleibt.
Wenn es darum geht, Haarausfall in Schach zu halten, sind Kokosöl und geschlagene Sheabutter wahre Wundermittel. Kokosöl ist ein leichtes, natürliches Öl, das für alle Haartypen geeignet ist. Dieses regelrechte Universal-Öl verhindert krauses Haar und macht es gesund und glänzend.

Geschlagene Sheabutter ist ideal für chemisch behandeltes und gebleichtes Haar. Es ist sehr reichhaltig und schon eine kleine Menge macht aus strapazierten Strähnen eine seidige Mähne.

4. Das richtige Shampoo

Krauses Haar so weit wie möglich bereits unter der Dusche bekämpfen, damit feuchte Luft das Problem nicht verschlimmert. Glättendes Shampoo und Conditioner sowie das passende Leave-In-Produkt sind schon die halbe Miete.

Die Haare nach dem Duschen in ein Mikrofaser-Handtuch wickeln. Das saugt überschüssige Feuchtigkeit auf, spart Zeit beim Föhnen und macht das Haar widerstandsfähiger gegen Luftfeuchtigkeit.

5. Die natürliche Textur des Haares schätzen lernen

Die Regel ist einfach: Bei glattem Haar an einem feuchten Tag keine Locken oder Wellen wählen und umgekehrt. Wenn das Haar dick und wellig ist, nicht glätten, sonst droht statt einer seidig glatten Mähne ein aufgeplustertes Durcheinander.

6. Den Look mit einem Serum versiegeln

Das Geheimnis beim Umgang mit Feuchtigkeit besteht darin, die äußere Schuppenschicht des Haares so gut wie möglich zu glätten. Die meisten Anti-Feuchtigkeits-Produkte verwenden dafür Silikon, was die Frisur allerdings schnell platt aussehen lassen kann. Also am besten ein Produkt ohne Silikon verwenden, damit Glätte und Glanz nicht gegen Volumen eingetauscht werden müssen.

7. Das richtige Handtuch

Alle Haartypen, insbesondere dickes und lockiges Haar, enthalten viel Wasser. Ganz wichtig ist es deshalb, dass die gesamte Feuchtigkeit aus dem Haar gesaugt wird. Andernfalls wird es kraus.

Das Haar nach dem Waschen gründlich mit einem Handtuch, am besten aus saugfähiger Mikrofaser, trocknen. Aber bitte nicht rubbeln. Das raut die Schuppenschicht des Haares auf.

8. Seltener Haare waschen

Wer seine Haare nicht jeden Tag wäscht, hilft den natürlichen Ölen des Haares, das Haar mit Feuchtigkeit zu versorgen. Zu häufiges und starkes Shampoonieren kann die Haare austrocknen und anfälliger für Krause machen.

Angst vor einem fettigen Ansatz? Einfach an den Tagen mit Shampoo-Pause die Frisur mit Trockenshampoo auffrischen.

9. Gel und Haarspray

Ein leichtes Gel in das feuchte Haar zu geben, lässt besonders Locken und Wellen gleichmäßiger aussehen – sogar wenn man sie an der Luft trocknen lässt. Auch Pony-Trägerinnen sollten ein wenig Gel vor dem Trocknen auftragen, um die kürzeren Strähnen unter Kontrolle zu bringen – und zu halten.

Haarspray kann bei feuchtem Wetter Wunder bewirken. Es sorgt für fließende, natürlich aussehende Styles und ein glattes Finish bei allen Wetterbedingungen.

10. Keratin-Behandlung

Wenn es um einen universellen „Frizz-Fighter“ für alle Haartypen geht, ist eine Keratin-Behandlung nicht nur super effektiv, sondern spart auch Zeit. Das dauerhafte Treatment beim Friseur, auch als „Brazilian Blowout“ bekannt, reduziert die Zeit, die man zum täglichen Styling braucht, um die Hälfte und sorgt dafür, dass das Haar garantiert nicht kräuselt und glänzend bleibt, egal welche Wetterkapriolen der Herbst auch schlagen mag.