Trockenrasur

  • Recht bequem und schnell erledigt ist die Trockenrasur. Während die tägliche Nassrasur wie ein Peeling wirkt und regelmäßig abgestorbene Hornschüppchen entfernt, ist das bei der Elektrorasur nicht der Fall. Wer sich trocken rasiert, kann sich einmal wöchentlich ein Gesichtspeeling gönnen, wenn er will. Dies macht vor allem in den Sommermonaten Sinn, wenn durch das UV-Licht die Verhornung der Haut gefördert wird und eine so genannte Lichtschwiele, also eine Verdickung der Hornschicht der Haut, entstanden ist. Neben mechanischen Peelingsubstanzen werden auch chemische Stoffe wie Fruchtsäuren zur Entfernung abgestorbener Hautschüppchen angeboten. Vor der Rasur kann ein vorsichtiges Peeling auch eingewachsene Haare befreien und damit das Rasurergebnis verbessern.
  • Die Schneidefläche von Elektrorasierern zum Desinfizieren regelmäßig mit Alkohol reinigen.
  • Die Trockenrasur sollte vor der Dusche erledigt werden, denn das Barthaar darf keinesfalls zu weich sein. Wasser und Wasserdampf könnten Haut und Bart sonst so sehr aufweichen, dass der Elektrorasierer das Barthaar nicht mehr richtig fassen und abschneiden kann.
  • Um Irritationen und Entzündungen zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Bartzone mit einer Gesichtsreinigung auf die Trockenrasur vorzubereiten.

Nassrasur

  • Die Nassrasur gilt als die gründlichere Methode und als guter Beitrag zur Hautpflege. Sie erfrischt, wirkt wie ein Peeling für relativ dicke und grobporige Männerhaut und macht sie glatter und geschmeidiger. Doch Nassrasieren will gelernt sein. Es ist einerseits schonend, bringt aber andererseits eine Verletzungsgefahr mit sich.
  • Nassrasierern wird empfohlen, sich auf nüchternen Magen zu rasieren. Warum das, werden Sie fragen?! Die Antwort ist ebenso einfach wie einleuchtend: Durch die Frühstücksverdauung nimmt die Herzfrequenz und damit die Durchblutung der Haut zu. Das steigert die Verletzungs- und Blutungsgefahr für die dicht unter der Hautoberfläche liegenden Kapillaren.
  • Wenn möglich, sollte man sich morgens rasieren, denn später am Tag ist die Haut besonders empfindlich und nicht mehr so elastisch.
  • Vor der Rasur die Haut befeuchten und von Schmutz, Schweiß und Talg befreien. Barthaar quillt fast wie ein Schwamm durch Wasser auf. In diesem Zustand ist es leichter zu schneiden. Am besten warmes Wasser benutzen, weil es die Poren erweitert und sich die Haut dann besser rasieren lässt. Den gleichen Effekt erfüllt ein warmer, feuchter Waschlappen, der für ein bis zwei Minuten auf das Gesicht gelegt wird. Er weicht die Bartstoppel auf und macht sie geschmeidiger. Ideal ist es, vor der Nassrasur zu duschen oder ein Bad zu nehmen, so kann sich auch die Haut so richtig mit Feuchtigkeit vollsaugen und entspannen. Aber auch das Reinigen des Gesichts von Talg und Unreinheiten mit einem Reinigungsgel ist eine gute Vorbereitung.
  • Im zweiten Schritt kommen Rasierschaum und Co zum Einsatz. Die Barthaare werden so noch weicher und richten sich für den Schnitt optimal auf. Die Haut erhält zudem einen Schutzfilm und wird so gut wie möglich vor Irritationen und Mikroschnitten geschützt.
  • Die Verwendung von Feinseifen ersetzt die speziellen Rasierprodukte nicht.
  • Rasierseifen und -sticks können direkt auf die feuchte Bartzone aufgetragen und anschließend mit einem gut feuchten Rasierpinsel zum Schäumen gebracht werden. Alternativ kann man sie auch zunächst in einer Schale mit dem Pinsel zum Schäumen bringen und anschließend auftragen.
  • Aerosol-Rasierschäume werden auf die leicht feuchte Haut aufgetragen und mit den Fingern in der Bartzone verteilt. Zu starkes Reiben kann zur Entschäumung führen.
  • Cremes zum Aufschäumen auf das Kinn massieren, dann mit dem Rasierpinsel aufschäumen.
  • Nichtschäumende Rasiercremes auf der leicht abgetrockneten Bartzone mit den Fingern gründlich verreiben. Der Pinsel ist überflüssig, man beginnt nach kurzer Einwirkzeit direkt mit dem Rasieren.
  • Damit die Barthaare richtig aufquellen können, sollte man sich – unabhängig vom verwendeten Rasierprodukt – ein bis zwei Minuten Zeit lassen, bevor das eingeschäumte Barthaar abrasiert wird.
  • Nun kommt die Klinge zum Einsatz: Um Hautreizungen zu minimieren wird heute empfohlen, mit sanften Strichen immer in Wuchsrichtung des Haars zu rasieren. Die Rasur gegen die Wuchsrichtung ist nur etwas für die robuste, unempfindliche Haut. Welches die gründlichere Methode ist, darüber streiten sich die Fachleute. An Wangen und Hals ist das Barthaar am weichsten, hier sollte die Rasur beginnen. Damit sich die Haare optimal aufrichten, spannt man am besten die Haut mit der freien Hand. Schlusspunkte der Rasur sind der Oberlippenbereich und das Kinn, dort ist der Bart am härtesten. Den Rasierkopf zwischendurch immer wieder mit warmem Wasser abspülen. Abschließend empfiehlt es sich, die Klinge unter heißem fließendem Wasser sehr gründlich abzuspülen, damit sich Mikroorganismen nicht auf Hautschuppen und Schaumresten vermehren können.
  • Um Schnittverletzungen und Entzündungen zu vermeiden, sollte die Rasierklinge regelmäßig gewechselt werden. Spätestens wenn es hakt und das Gesicht sich rötet, ist das ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Klinge gewechselt werden muss.
  • Nach dem Rasieren das Gesicht erst mit warmem Wasser säubern. Anschließend mit eiskaltem Wasser abspülen. Die Gefäße ziehen sich so schneller und besser wieder zusammen.
  • Bei Schnittverletzungen einen gerinnungshemmenden Stift bzw. einen Alaun-Stein auftragen. Er stoppt die Blutung und beschleunigt die Heilung.
  • Um die Haut nach den Strapazen wieder zu beruhigen, ist nun der Zeitpunkt für die After-Shave-Produkte gekommen. Sie erfrischen oder beruhigen die Haut nach der Rasur. Die Haut ist jetzt gut für eine Pflege vorbereitet. Ziel ist es, Rötungen zu vermeiden, Mikroverletzungen zu reparieren, Reizungen zu beruhigen und für den Anwender zudem ein angenehmes Gefühl zu erzeugen.
  • Eine rasurfreie Zeit, ab und zu, tut der Haut gut und gibt ihr Gelegenheit zur Erholung und Regeneration. Der Haut geht’s dabei wie ihrem Träger, manchmal tut es einfach gut, wenn man mal ganz in Ruhe gelassen wird.

 

Quelle: haut