Wir sprachen mit Claudia Dellenbusch von der Dr. med. Christine Schrammek Fachschule für dermatologische Kosmetik über untrügliche Kriterien. Die Kosmetikfachschule in Essen gründete sich bereits vor über 50 Jahren.

 

Frau Dellenbusch, entscheidend für einen guten Kosmetiker/in ist sicher, dass er sein Handwerk gelernt hat. Bei welchem Ausbildungshintergrund kann man von einer gewissen Qualität ausgehen?

Der Beruf des Kosmetikers/in ist leider kein geschützter Beruf, und die Ausbildung variiert von Bundesland zu Bundesland. Grundsätzlich lässt sich der Beruf an einer staatlich anerkannten oder an einer privaten Fachschule, im Rahmen einer dualen Ausbildung oder auch in einem Fernstudium erlernen. Die Dauer der Ausbildung reicht allerdings von zwei Wochen bis zwei Jahren. Wenn man bedenkt, wie wichtig neben den theoretischen Kenntnissen vor allem die täglichen Praxiserfahrungen sind, so kann eine Ausbildung von wenigen Wochen nicht das ausreichende Know-how mitgeben. Kosmetiker/innen haben mit dem hochkomplexen Organ Haut zu tun, und das ist eine spezifische wie verantwortungsvolle Aufgabe.

Woran erkennt man vor Ort, dass man in guten Händen ist?

Es mag einfach klingen, aber grundsätzlich sollte ein Kosmetiker/in bei einem Problem helfen können und Fachfragen kompetent beantworten. Wenn dies nicht stattfindet und ein fades Gefühl nach dem Besuch zurückbleibt, war der Kosmetiker/in nicht der/die Richtige. Einen Hinweis auf einen fachkundigen und erfahrenen Kosmetiker/in liefert auch ein Ausbildungsabschluss an der Wand, der über die Art der Ausbildung informiert. Darüber hinaus ist eine zeitgemäße, professionelle Ausstattung des Studios ein wichtiges Zeichen. Und natürlich ein hohes Maß an Hygiene – man darf hier einen ähnlich hohen Anspruch wie an eine Arztpraxis haben.

Und bei der Behandlung selbst?

Diese sollte immer einem bestimmten Grundablauf folgen und dabei mit einer Hautanalyse starten, die mindestens fünf bis zehn Minuten lang ist. Diese bildet die Basis für eine dem Hautbild entsprechenden Gesichtsbehandlung. Danach sollte der Kosmetiker/in die Haut gründlich reinigen und bei Bedarf ausreinigen. Die Haut wird dann mit einer Ampulle bzw. einem wirkstoffreichen Serum versorgt sowie mit einer Maske bzw. eine Spezialmaske. Anschließend erfolgt eine Gesichtsmassage und zum Abschluss die entsprechende Pflege und ein Tages-Make-up. Fehlt eines dieser Elemente sollte man aufmerksam werden. Insgesamt dauert eine klassische Gesichtsbehandlung mindestens 60 bis 90 Minuten, es sei denn, dass sie explizit als Schnell- oder Kurzbehandlung verkauft wird.

 

Vielen Dank für das Gespräch.