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Anti-Aging im Schon-Schön-Gang

HautpflegeBildquelle: panthermedia

Sich jung spritzen und schneiden lassen – diese Anti-Aging-Methoden sind mit nahezu allen Risiken und Nebenwirkungen bekannt wie verbreitet. Neuere Techniken setzen auf schonendere Wege, zum Beispiel über Strom, Plasma oder physikalische Masken.

Sie versprechen eine narbenfreie Jugendlichkeit, propagieren das „Lifting der Zukunft“ und setzen dabei auf den Verzicht von Operationen und Injektionen bei wenig Schmerz und Risiko. Manches wie der Jaderoller, bei dem die Gesichtshaut durch den Edelstein gekühlt, massiert und so besser durchblutet wird, ist dabei in Asien schon seit Jahrhunderten im Einsatz. Und auch bei den Anti-Aging-Methoden heute geht es im High-Tech-Bereich viel um die Förderung der Durchblutung und Hautregeneration. Stromimpulse zum Beispiel, schon seit Längerem bei Schmerztherapien oder im Fitnessbereich im Einsatz, finden in der Kosmetik seit wenigen Jahren als Mikrostrom-Behandlung Anwendung. Elektrische Reize sorgen hier dafür, dass durch die Stimulierung der körpereigenen Ionenwanderung die Durchblutung so angeregt wird, dass die Regenerationsfähigkeit an der Hautstelle steigt und diese vor allem straffer wird. In der Regel führt der Kosmetiker zwei Elektroden langsam und mit sanftem Druck über eine Hautfläche, etwa die Augenpartie. Der Mikrostrom, auch bekannt als Galvanischer Strom, bewegt die Ionen in eine Richtung, worauf der Körper im Bereich der behandelten Gesichtspartie mit einem verstärkten Lymphfluss und der körpereigenen Produktion von Aminosäuren und Kollagen reagiert. Die Haut kann nun auch mehr Feuchtigkeit, Vitamine und Mineralien aufnehmen, die sofort in tiefere Schichten gelangen und effektiver wirken. Eine regelmäßige Mikrostrom-Behandlung soll unter anderem Linien glätten, Schwellungen reduzieren, Pigmentflecken aufhellen und die Gesichtskonturen straffen. Die Haut ist danach weder gerötet noch besonders pflegebedürftig. Wichtig ist nur, dass die Behandlungszeit nicht überschritten und das Gerät fehlerfrei bedient wird – ob durch Dermatologen und Schönheitsinstitute oder bei Geräten, die man heute selbst anwenden kann. Experten empfehlen für sichtbare Effekte mehrere, aufeinander folgende Anwendungen.

Ultraschall-Trainings
Auf einen ähnlichen Effekt wie beim Mikrostrom setzt auch die Plasmabehandlung. Ein Plasmagerät erzeugt hier ohne Hautkontakt einen erhitzten, ionisierten Lichtbogen, der den Körper wiederum mit einem Plasmafluss zur Erneuerung von Gewebe und einer verbesserten Hautflexibilität reagieren lässt. So verschwinden leicht Hautüberschüsse, was vor allem im Bereich der Augenlider zu einer Straffung führt. Kurz nach der Behandlung kann die Stelle bis zu drei Tage anschwellen, danach fallen kleine Schorfstellen selbstständig ab. Anbieter empfehlen bis zu drei Sitzungen.

Bei einer physikalischen Liftungsmaske wiederum sorgen mehrfrequente, hochwirksame Ultraschallwellen in Kombination mit abgestimmten Wirkstoffpräparaten für eine Regeneration von angegriffenen Zellstrukturen im Bindegewebe. Das Bindegewebe wird auf diese Weise trainiert und der Lymphfluss verbessert, sodass Abbauprozesse im Gewebe verzögert werden.

Bringen diese neuen High-Tech-Methoden zur Hautverjüngung wirklich mehr als die gefühlt tausenden auf dem Markt existierenden Anti-Aging-Cremes? Vielleicht, primär sind sie aber schonender im Vergleich zu invasiven Wegen und möglicherweise auch günstiger mit Blick auf die Kosten. Aber letzteres wird wohl erst die Zeit und Wirkung zeigen.

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