Die thermische Tixel-Behandlung soll bei Aknenarben aber auch bei Falten helfen.
Wir sprachen darüber mit einem Experten: Dr. med. Klaus G. Niermann, Facharzt für ästhetisch-plastische Chirurgie in Wiesbaden und Mainz.

Was genau verbirgt sich hinter Tixel?
Die Tixel-Behandlung ist eine thermomechanische Therapie der Hautoberfläche bis mittlere Tiefe, welche mit starker und kurzzeitiger Hitze die Hautstruktur in Gesicht, Händen und Dekolleté verbessert. Dabei kann die Behandlung gewebeschonend (non-ablativ) oder Hautunregelmäßigkeiten abtragend (ablativ) erfolgen.

Wie ist der Ablauf der Behandlung?
Auf ein gründlich gereinigtes Gesicht wird der Tixel-Kopf mit einer auf ca. 400 Grad erhitzten Platte aus Gold und Titan mit multiplen kleinen Pyramiden, ähnlich wie ein Waffeleisen, auf die zu behandelnden Hautareale präzise und kurz (Millisekunden) angesetzt. Eine Betäubungssalbe ist meistens nicht notwendig.

Für wen ist die Tixel-Behandlung geeignet?
Grundsätzlich ist die Tixel-Therapie für jeden geeignet und hat ein sehr großes Einsatzspektrum.
Diese wird von kleinen feinen Falten, Hautverfärbungen, Altersflecken, unregelmäßigem Hautbild bis Dehnungsstreifen und Aknenarben eingesetzt.

Abzuraten von dieser hochthermischen Behandlung sind Hautareale mit akuten oder chronischen Hauterkrankungen, Tattoos, Muttermale oder Hautverbrennungen.
Ebenfalls ist die Tixel-Anwendung bei Patienten mit Hautkrebs, Melasma, aktiver Herpeserkrankung, schwaches Immunsystem, Kollagenstörung oder Frauen in der Schwangerschaft kontraindiziert.

Was geschieht nach der Behandlung?
Die thermische Energie der Platte mit kleinen Pyramiden wird auf die gewünschte Hautzone für einige Millisekunden eingesetzt. Hierdurch entstehen oberflächliche Hautläsionen die zur Hautregeneration und Kollagenbildung angeregt wird.
Direkt nach der Behandlung entstehen oberflächliche Gittermuster und man spürt, wie sich die Haut anspannt. Sichtbare Hautkrusten fallen nach 2-3 Tagen ab und ab dem 4. Tag sieht man ein gebessertes Hautbild.

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