Vielen Männern wurde nie der Umgang mit Rasierschaum beigebracht, und immer wieder hört Man(n), dies sei ein unnötiger zusätzlicher Schritt. Wünscht man sich jedoch eine Rasur, die nicht nur extra glatt wird, sondern auch länger so bleibt, lohnt es sich, sich die Zeit zu nehmen, um eine hochwertige Rasiercreme zu suchen und zu verwenden.

Hier ist der Leitfaden für die glatteste Rasur aller Zeiten. Wir führen durch die Eigenschaften hochwertiger Cremes und Gels, erklären, wie Rasierschaum richtig verwendet wird und warum das Rasieren ohne Creme wirklich ein Albtraum für die Haut ist.

Was ist Rasierschaum und was kann er?

Laut der Rasur-Experten von Nassrasierer-Herstellern schneidet Man(n) jedes Mal, wenn er sein Gesicht rasiert, bis zu 25.000 Haare aus seinem Bart. Die Krux an der Sache: Die Haare im Gesicht sind besonders drahtig und zäh. Die Haut dagegen ist an kaum einer anderen Stelle des Körpers so empfindlich wie zwischen Hals und Haaransatz. Sie ist weich, glatt und formbar.

Doch wie lassen sich die Haare weicher machen, um die Rasur zu erleichtern und gleichzeitig die Haut zu schützen? Genau dafür sind Rasiercreme, -schaum, -gel und Co. da.

Die meisten Rasiercremes basieren auf derselben Grundformel: Stearinsäure, Triethanolamin, Glycerin, Polyoxyethylensorbitanmonostearat und Wasser.

Stearinsäure erzeugt einen samtigen, reichhaltigen Schaum, während Glycerin die Haut mit Feuchtigkeit versorgt und die Gleitfähigkeit für einen glatten Schnitt verbessert. Der Zweck dieser Hauptbestandteile in Rasierschaum ist es, das Haar weich und die Haut „schmierig“ zu machen. Dieser Effekt ermöglicht dem Rasierer, die Haare sauber zu entfernen, ohne das Gesicht zu verletzen.

Einige Rasiercremes enthalten zusätzlich nährstoffreiche und beruhigende Wirkstoffe wie Aloe Vera und Inhaltsstoffe aus Kokosnüssen, die die Haut während und auch nach der Rasur pflegen. Auch ätherische Öle werden häufig beigegeben. Eukalyptusöl beispielsweise wirkt kühlend. Natürlich antibakterielles und entzündungshemmendes Teebaumöl bekämpft Reizungen und Pickelchen.

Die vielen Vorteile von Rasiercreme

In erster Linie versorgt Rasiercreme Haar und Haut mit Feuchtigkeit. Wer jemals versucht hat trockenes Haar zu rasieren, weiß, wie wichtig es ist, dass das Haar feucht ist. Autsch! Die Verwendung von Rasierschaum reduziert Schnittverletzungen und hinterlässt ein sauberes und erfrischtes Hautgefühl.

Die Feuchtigkeit schützt außerdem die Haut und minimiert Reizungen. Eine trockene Rasur – oder schlimmer noch eine mit Seife – führt zu juckender, gereizter Haut.

Abgesehen vom Schmerz ist Trockenheit ein Signal an die Poren, Talg, das natürliche Öl der Haut, zu produzieren. Übermäßige Talg-Produktion kann die Poren verstopfen und zu Pickeln und Reizungen führen.

Außerdem sorgt Rasiercreme auch für die dringend benötigte Gleitfähigkeit für eine gründliche, sichere Rasur. Nur bei „ordnungsgemäß geschmierter“ Haut kann der Rasierer über die Haut-Oberfläche gleiten, ohne die Haut zu verletzen.

Darüber freut sich übrigens nicht nur die Haut, sondern auch der Geldbeutel: Denn der Mangel an Reibung spart Kosten für Rasierklingen, da dies die Lebensdauer der Klingen verlängert.

Arten von Rasiercreme

Es gibt zwei Haupttypen von Rasiercreme:

– Rasiercreme zum Aufschäumen

– Bürstenloser Rasierschaum

Rasiercreme zum Aufschäumen enthält ein Feuchthaltemittel, das die Creme dauerhaft mit Feuchtigkeit versorgt. Diese Produkte enthalten häufig auch reinigende Inhaltsstoffe, die das Gesicht während der Rasur gleichzeitig reinigen. Diese Kombination aus Reinigung und Feuchtigkeitscreme verringert das Risiko von Pickelchen nach der Rasur.

Bürstenloser Rasierschaum wird meist in einer Spraydose verkauft. Er ist so konzipiert, dass er ohne zusätzliches Aufschäumen direkt aus der Dose auf das Gesicht aufgetragen werden kann.

Verwendung von Rasiercreme

Man(n) mag es kaum glauben, aber es gibt tatsächlich verschiedene Methoden, mit denen man Rasiercreme auf Gesicht oder Körper auftragen kann.

Und das ist keine übertriebene Spielerei! Bei der Verwendung von Rasiercreme ist der Vorgang des Auftragens wirklich entscheidend, um die Haut während und nach der Rasur mit Feuchtigkeit zu versorgen.

Methode 1: Mit Schüssel und Rasierpinsel

Die Verwendung einer Schüssel und eines Rasierpinsels ist die sauberste Methode, um Rasierschaum aufzutragen.

Werkzeug: Rasierschale

Man kann eine Schüssel aus dem Küchenschrank verwenden, aber es ist durchaus erwähnenswert, dass es Rasierschalen gibt, die speziell für diesen Zweck entworfen wurden. Auf jeden Fall sollte es eine Schüssel sein, die sich leicht in der Hand halten lässt. Einige Rasierschalen haben einen abgeschrägten Boden, der besonders gut in der Hand liegt.

Der Zweck der Rasierschale besteht darin, den perfekten Schaum für die Creme oder das Gel zu erzeugen, bevor er auf das Gesicht auftragen wird.

Werkzeug: Rasierpinsel:

Ein Rasierpinsel (manchmal auch als Dachspinsel bezeichnet) ist ein kleiner Pinsel mit weichen Borsten. Hochwertige Rasierpinsel bestehen aus Pferde-, Eber- oder Dachshaar. Für Veganer gibt es aber auch hochwertige synthetische Borsten.

Warum Man(n) Rasierschaum nicht einfach mit den Händen auftragen kann? Klar, das geht auch. Rasierpinsel haben jedoch ihre klaren Vorteile.

Zum einen peelen Rasierpinsel die Haut sanft und entfernen alle Rückstände, die einer glatten Rasur im Wege stehen könnten. Außerdem heben sie die Haare an und erleichtern so die Rasur.

Der Prozess:

  1. Zunächst die Bürste mit warmem Wasser ausspülen. Dann ein paarmal gut schütteln, um überschüssige Feuchtigkeit zu entfernen.
  2. Als nächstes eine mandelgroße Menge Rasierschaum auf den Pinsel geben. Dann den Rasierpinsel in der Schüssel schwenken. Wenn die Konsistenz des Schaums zu dick ist, vorsichtig ein oder zwei Tropfen Wasser mit den Fingerspitzen hinzugeben.
  3. Eine glatte Rasur hängt von einem gesunden Verhältnis zwischen Rasierschaum und Wasser ab. Beim Einschäumen des Bartes sollten keine großen Blasen zu sehen sein. Optimal ist ein dicker Schaum mit ein paar kleinen Bläschen.
  4. Sobald die richtige Konsistenz erreicht ist, die Creme in Wuchs-Richtung der Haare auf die Bartpartie auftragen. Trägt man den Schaum gegen den Strich auf, kann das die Haarfollikel reizen und die Rasur weniger angenehm machen.

Methode 2: Direkt mit dem Pinsel auf das Gesicht auftragen (ohne Schüssel)

Viele Männer tragen Rasierschaum direkt auf den feuchten Pinsel und dann auf ihr Barthaar auf. Bei dieser Methode spart man sich zwar den Aufwand die Schüssel aufräumen zu müssen, der Nachteil ist allerdings, dass man auch weniger Kontrolle über die Feuchtigkeitsmenge hat.

Hat Man(n) die perfekte Rasiercreme gefunden, die fast kein Einseifen erfordert, kann diese Technik wunderbar funktionieren. Die meisten hochwertigen Produkte müssen jedoch vor dem Gebrauch aufgeschäumt werden.

Methode 3: Rasierschaum in den Händen aufschäumen

Alternativ lässt sich auch einfach eine Hand als Rasierschalen-Ersatz verwenden.

Zunächst den Pinsel befeuchten und eine kleine Menge Rasiercreme auftragen. Dann den Pinsel in der Handfläche rühren, bis der Schaum die gewünschte Konsistenz erreicht hat.

Wie beim direkten Auftragen von Rasierschaum auf das Gesicht kann das Einseifen in den Händen ein bisschen gewöhnungsbedürftig sein. Meist muss der Vorgang mehrfach wiederholt werden bis die gesamte Bartpartie bedeckt ist, wodurch das Risiko entsteht, dass der Schaum ungleichmäßig verteilt ist und manche Bereiche besser mit Feuchtigkeit versorgt sind als andere.

Wie rasiert man sich mit Rasiercreme

Nachdem nun alles bereitsteht, kann es losgehen. Um ein optimales Rasur-Ergebnis zu erreichen, auf jeden Fall regelmäßig die Rasierklingen wechseln und einen qualitativ hochwertigen Rasierer verwenden.

Schritt 1: Rasiercreme auf den Pinsel geben

Die Menge an Creme auf den Pinsel geben, die ausreicht, um die gesamte Bartpartie zu bedecken. Die Verwendung einer Schüssel bietet den Vorteil, dass man nur einmal aufschäumen muss.

Schritt 2: Ein wenig Wasser hinzufügen

Mit den Fingerspitzen Wassertropfen hinzugeben, bis ein glatter Schaum entsteht. Sind Blasen zu sehen, ist der Wasseranteil zu hoch.

Schritt 3: Die Creme auftragen

Unabhängig von der Technik kann es ratsam sein, den Rasierschaum abschnittsweise aufzutragen, angefangen bei den Wangen bis hin zu den schwierigeren Bereichen an Schnurrbart und Kinn.

Doch nicht übertreiben! Einer der vielen Vorteile der Verwendung von Rasiercreme besteht darin, dass sich die Rasur leicht kontrollieren lässt. Anhand des übrig gebliebenen Schaums im Gesicht lässt sich ganz einfach feststellen, ob man eine Stelle vergessen hat.

Trägt man zu viel Rasierschaum auf, kann dieser Vorteil allerdings schnell zu einem wahren Albtraum werden. Jeder, der jemals Schnee geschippt hat, kennt das Problem, wenn der Schnee am Rand ständig wieder auf die Einfahrt fällt. Es ist beim Rasieren ganz ähnlich. Am Ende geht man immer wieder über dieselben Stellen, ohne ein befriedigend sauberes Ergebnis zu erreichen.

Die Rasur

Nach dem Einschäumen geht es eigentlich erst richtig los. Dieser Teil ist der Schlüssel! Wichtig: Den Rasierer immer in die Richtung bewegen, in die das Haar wächst. Viele Männer (und auch Frauen) glauben fälschlicherweise, dass das Rasieren gegen den Strich zu einer gründlicheren Rasur führt. Leider ist alles, was man durch das Rasieren in diesem Winkel erreicht allerdings Schaden an der Haarfollikel.

Gereizte Haarfollikeln können Infektionen auslösen und zu Rasierbrand und Reizungen führen – definitiv nicht der Look, den Man(n) durch eine gründliche Rasur erreichen will.

Bei jeder Abwärtsbewegung den Rasierer unter fließendem Wasser oder in einer Schüssel ausspülen, um die gestutzten Stoppeln und die Rasiercreme aus dem Rasierer zu entfernen. Am besten geht das mit fließendem Wasser auf der Rückseite des Rasierers.

Reinigung und Pflege

Wenn das Gesicht erfolgreich rasiert ist, mit der Hand über die Haut fahren, um nach Stellen zu suchen, die möglicherweise übersehen wurden.

Das frisch rasierte Gesicht mit warmen, fließenden Wasser waschen. Sobald der gesamte Rasierschaum abgespült ist, zu kaltem Wasser wechseln, um die Poren zu schließen und sie vor Schmutz und Ablagerungen zu schützen.

Anschließend das Gesicht mit einem sauberen Handtuch trocken klopfen und das ultra-glatte Ergebnis genießen.

Wer besonders empfindliche Haut hat, sollte unbedingt ein mildes Aftershave verwenden, um Rötungen zu beruhigen und Reizungen zu vermeiden.

Rasiergel vs. Rasiercreme

Ob dieser Vorgang auch für die Rasur mit Rasiergel gilt? Die kurze Antwort lautet: Ja!

Tatsächlich liefert Rasiergel sogar einen noch reichhaltigeren Schaum als viele Standard-Rasiercremes, insbesondere die aus der Spraydose. Das Ergebnis ist eine bessere Gleitfähigkeit und mehr Schutz.

Im Wesentlichen liegt das daran, dass es sich bei Rasiergel um eine hochkonzentrierte Form von Rasierschaum handelt. Die hohe Konzentration schafft eine feuchtigkeitsreiche Barriere, die notwendig ist, um die Haut zu schützen und nach dem Rasierprozess zu pflegen.

Für eine gleichmäßige Rasur sollte das Rasiergel trotzdem ebenfalls vor dem Auftragen in einer Schüssel oder in der Hand aufgeschäumt werden.

Aufgrund des hohen Feuchtigkeitsgehalts ist Rasiergel besonders für Männer mit empfindlicher und alternder Haut geeignet.

Muss Man(n) Rasierschaum verwenden?

Ja. Wenn man sich eine glatte Rasur mit minimaler Reizung wünscht, ist Rasierschaum Pflicht. Bei einer Rasur ohne Schaum besteht das Risiko von Hautreizungen, Schnitten, Wunden und Pickelchen.

Wer meint, die Verwendung von Seife oder Duschgel sei genauso effektiv, irrt. Seife und Duschgel enthalten oft scharfe Reinigungsmittel, die die Haut letztendlich austrocknen – genau das Gegenteil von dem, was man erreichen will.

Rasiercreme ist notwendig, da sie sowohl Haut als auch Haare mit Feuchtigkeit versorgt. Das macht es leichter das Haar zu schneiden und schwerer sich in die Haut zu schneiden. Kurz gesagt: Ohne Rasiercreme wird es einfach nicht die gleiche saubere Rasur.