Schwitzen ist gesund. Und wenn wir es uns freiwillig aussuchen, etwa in der Sauna oder beim Sport, ist gegen das feucht-heiße Klima auch nichts zu sagen. Schwitzen wir allerdings ganz unfreiwillig, dann ist das bisweilen mehr als unangenehm. Dann kann aus einer geschäftlichen Besprechung oder einem ersten Date schon mal ein olfaktorischer Spießrutenlauf werden.

Dass Schweiß, zumindest frischer Schweiß, nicht riecht, dürfte den meisten inzwischen bekannt sein. Erst wenn ein wenig Zeit vergangen ist und die Bakterien anfangen, ihre Arbeit zu verrichten, müffelt es.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, haben wir die Möglichkeit, auf allerlei Hilfsmittel zurückzugreifen. Diese lassen sich erst einmal ganz grob in zwei Kategorien einordnen: Deodorant und Antitranspirant.

1. Deodorant

Wie wirken sie? Antibakterielle Deos dämmen mit verschiedenen Wirkstoffen die Vermehrung der Bakterien ein. Häufig verwendete Substanzen sind Zink-Verbindungen, Zitrusessenzen und Alkohol. Dabei wird der Schweißgeruch allerdings nur überdeckt, nicht das Schwitzen reduziert.

In welcher Form werden Deos angeboten? Es gibt sie als Spray, Roller, Stift, Creme, Pumpspray, getränkte Tücher, Kristall oder Puder. Dabei kommt es auf die persönlichen Vorlieben an, welches Produkt man bevorzugt.

Die Mehrheit mag am liebsten Sprays unter den Achseln, weil sie ein trockenes, sauberes Gefühl vermitteln und beim Auftragen nicht mit der Haut in Berührung kommen müssen.

Andere schwören auf Stift oder Roller, weil sie praktisch in jede Handtasche passen und genau dosiert werden können. Nachteil: Oft dauert es einige Zeit, bis das Deo komplett abgetrocknet ist.

Getränkte Tücher sind ebenfalls gut für die Handtasche geeignet. Und sie vermitteln ein frisch-gewaschen-Gefühl.

Deo-Kristalle waren eine Weile sehr in Mode, aber nach schlechten Nachrichten rund um Aluminiumsalze, ist der Hype etwas abgeebbt. Bei einem Deo-Kristall handelt es sich um einen Mineralstein, der aus einem kristallisierten Aluminium-Kalium-Sulfat besteht. Es sorgt dafür, dass sich die Haut zusammenzieht und nahezu kein Schweiß mehr austreten kann. Die Anwendung ist einfach: Deo-Kristall kurz unter Wasser halten und auf die gewaschene und trockene Haut auftragen. Nachteil: Bei der Anwendung von Deo-Kristallen kann es zu Hautreizungen oder sogar zu leichten Verätzungen kommen, wenn das Produkt auf sehr erhitzter Haut aufgetragen wird.

Hierzulande ist Puder etwas aus der Mode gekommen. Ganz anders hingegen in Italien. Italienerinnen verwenden es als Deo, gegen Blasen an den Füßen oder bei Hautirritationen. Speziell im Sommer hilft das Körperpuder, die Haut trocken zu halten und es hat einen kühlenden Effekt.

2. Antitranspirant

Der wichtigste Inhaltsstoff in einem Antitranspirant ist Aluminiumchlorid. Außerdem sind noch speziell gereinigtes Wasser und ein natürlicher Verdicker enthalten. Diese Inhaltsstoffe sollen dafür sorgen, dass sich die Schweißporen verengen, um so zu verhindern, dass sich überhaupt Schweiß bildet. Im Gegensatz zum Deo wird ein Antitranspirant seltener angewendet. Nur einmal in der Woche oder nach Bedarf vor dem Schlafengehen wird es aufgetragen. Die Wirkung soll sich innerhalb weniger Tage zeigen.

Jennifer Gsell, Geschäftsführerin bei Everdry, einem Unternehmen, das unter anderem Antitranspirantprodukte herstellt und vertreibt, erklärt: „ein gutes Antitranspirant sollte aus wenigen, hochwertigen Inhaltsstoffen bestehen. Die Hauptwirkung beruht darauf, starkes Schwitzen und damit die Bildung von Bakterien, die unangenehmen Schweißgeruch verursachen, zu verhindern. Dazu werden kein Alkohol und keine Parfüm-, Farb- oder Konservierungsstoffe benötigt.“

In den vergangenen Jahren sind jedoch gerade Aluminiumverbindungen in Kritik geraten. Das Leichtmetall sollte krebserregend sein. In neuen Studien kamen nicht nur die Europäische Kommission und Stiftung Warentest, sondern auch das Bundesinstitut für Risikobewertung jedoch zu dem Ergebnis, dass durch aluminiumhaltige Deos eine gesundheitliche Beeinträchtigung unwahrscheinlich ist und sogar bei einer täglichen Anwendung von Antitranspiranten mit keiner Beeinträchtigung zu rechnen ist.

Auch das noch: gelbe Flecken

Deoflecken sind ärgerlich und schwer zu entfernen. Auf heller Kleidung scheinen sie gelblich, auf dunkler Kleidung zeigt sich ein heller Rand. Helfen können hier einfache Hausmittel.

Frische Flecken auf dunkler Kleidung: Das Handwaschbecken mit kaltem Wasser füllen, darin drei bis vier Löffel Zitronensäure auflösen und die Kleidung einige Stunden einweichen lassen. Danach wird das Kleidungsstück wie üblich in der Waschmaschine gewaschen. Auf hellen Teilen sollten die Flecken mit etwas Gallseife eingerieben werden, bevor sie in die Waschmaschine wandern.

Bei älteren Flecken helfen Backpulver oder Essigessenz. Betroffene Kleidung anfeuchten, Backpulver auf Flecken verreiben und über Nacht einwirken lassen. Bei heller Kleidung helfen auch zwei bis drei Tabs Gebiss- oder Zahnspangenreiniger, die in warmem Wasser aufgelöst werden. Kleidung hineinlegen und über Nacht einwirken lassen. Danach kann die Kleidung in die Waschmaschine.