Stopp für die Stoppel: Schon im alten Ägypten galt glatte, haarlose Haut als Schönheitsideal, auch die alten Griechen verzichteten auf „barbarische“ Körperbehaarung. Wurden früher geschliffene Steine, Muscheln oder Tierzähne zur Enthaarung benutzt, gibt es heute deutlich handlichere Geräte und bequemere Möglichkeiten, Haare zu lassen.

Nassrasur: Der Wet-Look

Die Nr. 1: Die meisten Frauen erledigen die Rasur ganz einfach mit einem Nassrasierer unter der Dusche. Rasierschaum oder -gel helfen dabei, dass alles reibungslos verläuft: Die Härchen werden dadurch aufgeweicht und können mit der Rasierklinge schnell gekürzt werden. Um die Haut zu beruhigen, kann anschließend eine Lotion, Creme oder Öl aufgetragen werden. Der Nachteil der Rasur: Schon nach ein bis zwei Tagen zeigen sich wieder die ersten Stoppeln, die aufgrund der gerade gekappten Spitze auch kratziger und dunkler wirken.

Enthaarungscreme: Härchen einfach wegcremen

Enthaarungscremes werden auf die zu enthaarenden Körperstellen aufgetragen und nach der erforderlichen Einwirkzeit wieder abgenommen. Dabei werden die Härchen mit entfernt, deren Struktur durch den haarzersetzenden Inhaltsstoff Thioglykolat aufgelöst wurde. Die Wurzeln bleiben in der Haut, weshalb auch hier nach kurzer Zeit wieder erste Stoppeln sichtbar sind. Um sicherzugehen, dass es zu keiner allergischen Reaktion wie Jucken, Brennen oder Rötungen auf die chemischen Wirkstoffe kommt, sollte die Enthaarungscreme erst einmal auf einer kleinen Hautstelle getestet werden.

Epilation: Die (R)ausreißer

Beim Epilieren werden die Haare per Gerät zusammen mit der Wurzel entfernt. Wichtig ist hierfür fett- und cremefreie Haut, die für die Haarentfernung straff gezogen wird, jedoch gibt es auch spezielle Geräte für die Anwendung unter warmem Wasser. Ein guter Zeitpunkt ist ansonsten nach dem Baden oder Duschen, wenn die Haut weich ist. Nach der Behandlung können sich Hautrötungen zeigen, die gestresste Haut kann leicht schmerzen. Manche Epilationsgeräte kühlen deshalb mit einem Kühlaufsatz oder haben eine Massagefunktion.

Waxing: Wax und weg

Langfristig glatt: Die Erfolge der Haarentfernung mit Kalt- oder Heißwachs können sich lange sehen lassen, dafür gilt hier: Wer schön sein will, muss leiden! Entweder werden Kaltwachsstreifen auf die Haut gedrückt und danach schnell wieder abgezogen, bei der „heißen“ Alternative wird eine warme Paste auf die Haut gegeben, welche die Poren öffnet und beim Erkalten die Härchen mit einschließt. Wird das Wachs dann wieder abgezogen, sind auch die meisten Stoppeln verschwunden – bei „Überbleibseln“ ist eine Wiederholung erforderlich. Da Waxen eine klebrige Angelegenheit ist und viel Fingerspitzengefühl erfordert, lassen sich die meisten von den Profis im Waxing-Studio behandeln.

Sugaring: Alternative zum Waxen

Beim Sugaring wird eine warme Zuckerpaste in Streifen auf die trockene, fettfreie Haut aufgetragen und nach dem Abkühlen wieder abgezogen. Diese Enthaarungsmethode ist so effektiv wie Waxing. Sugaring soll allerdings sanfter zur Haut sein und schmerzfreier in der Anwendung, da die Zuckerpaste das Haar umschließt, ohne an der Haut festzukleben.

Laser: Enthaarung im neuen Licht

Bei schmerzfreien Laserbehandlungen wird die Haarwurzel in mehreren Sitzungen durch Licht zerstört, nach einigen Tagen sterben die Haarfollikel ab und fallen aus. Dies funktioniert jedoch nur bei dunklen Härchen, da diese Melanin enthalten, das das Licht aufnimmt. Aufgrund der hochkomplexen Technologie wird diese Methode normalerweise bei Dermatologen oder im Kosmetikstudio durchgeführt, jedoch gibt es auch zunehmend Geräte für den Heimgebrauch mit Intense Pulsed Light (IPL), die eine sehr aufmerksame und vorsichtige Handhabung erfordern. Eine dauerhaft glatte Haut kann jedoch auch die Laser-Methode nicht garantieren: Nach einigen Monaten können sich einzelne Haarwurzeln wieder regenerieren und neue Härchen nachwachsen.

 

Text: beautypress