Wenn die Luft morgens kühler wird und die Tage kürzer, spürt man sofort: Die Haut verlangt nach neuer Pflege. Nach Sommerhitze und Klimaanlagen wird es im Herbst Zeit für eine sanfte Regeneration, die gezielt die Hautbarriere stärkt – und das, bevor der Winter loslegt. Viele Beauty-Experts setzen aktuell auf das sogenannte „Skin Cycling“, einen Trend, der auf TikTok viral geht und doch dermatologisch fundiert ist. Doch was steckt dahinter?
Was ist Skin Cycling?
Im Kern handelt es sich um einen rotierenden Pflegeplan, der auf Ausgewogenheit setzt. An Tag eins kommt ein Peeling – meist chemisch mit AHA oder BHA –, um alte Hautzellen zu lösen und die Aufnahmefähigkeit zu verbessern. Danach folgt ein Abend mit einem Retinoid, um Zellerneuerung anzustoßen und feine Linien auszugleichen. Die zwei darauffolgenden Nächte stehen im Zeichen der Beruhigung: milde, feuchtigkeitsspendende Pflege, frei von Reizstoffen. Dann beginnt der Rhythmus von vorn. Das Prinzip klingt simpel, ist aber erstaunlich effektiv – gerade in einer Jahreszeit, in der die Haut leicht aus dem Gleichgewicht gerät. Und das Beste: Dermatologen geben ihr Okay. Sie betonen, wer Wirkstoffe clever dosiert und die Haut zu Regeneration zwingt, bekommt sichtbare Glow Effekte.
Auch im Herbst den Sonnenschutz nicht vergessen
Wichtig bleibt: Sonnenschutz, auch wenn es draußen grau ist. Denn UV-Strahlen dringen durch Wolken und beeinträchtigen die Hautgesundheit. Gels, Cremes oder der Rest von der Sommer-Sonnencreme von Strandurlaub bieten einen tollen Allzweck-Schutz für den Herbstmorgen. Zudem bietet der Herbst ideale Voraussetzungen für No-Make-up-Tage oder nächtliche Masken und Seren – beim Joggen oder auf dem Weg zur Arbeit die sanfte Sonne und frische Luft genießen. Herrlich!
Nicht zu vernachlässigen sind Hände, Lippen und Hals – klassische Zonen, die bei Temperaturwechsel oft schnell austrocknen. Reichhaltige Balsame mit Urea oder Bienenwachs und nährstoffreiche Cremes stärken gerade hier die Haut, schließlich hat der Hals und das Dekolleté weniger Talgdrüsen und ist besonders empfindlich.
Haare brauchen jetzt eine besondere Pflege
Auch die Haare reagieren auf den Wechsel der Jahreszeit. Trockene Heizungsluft, Mützen, Reibung am Schal oder häufigeres Föhnen können die Längen strapazieren und die Kopfhaut irritieren. Aufbauende Leave-in-Conditioner oder nährende Masken mit Keratin helfen, brüchigen Spitzen vorzubeugen. Für die Kopfhaut lohnen sich beruhigende Seren mit Niacinamid oder Zink, besonders bei Spannungsgefühl oder ersten Schuppen. Wer zum Friseur geht, kann einen Glossing-Toner mitnehmen – beides stärkt die Haarstruktur und bringt neuen Schwung aufs Haupt.
Und zum Schluß noch die Füße
Und wenn es um saisonale Pflege geht, verdienen auch oft übersehene Bereiche Aufmerksamkeit: Die Füße, die plötzlich wieder in Socken und Lederstiefeln verschwinden. Sie danken es mit weniger Trockenheit, wenn ihnen regelmäßig eine intensive Fußpflege mit Peeling und einer guten Salbe gegönnt wird. Und der kleine Massageeffekt beim Eincremen tut sooo gut.
Text: beautypress








