Manche Menschen werden mit lokalen Pigmentstörungen am Körper geboren, manche haben schon als Kind Sommersprossen im Gesicht. Diese Hautmale sind alle harmlos; die frechen Pünktchen auf der Nase können sogar sympathisch wirken. Im fortgeschrittenen Alter bilden sich die mehr oder weniger dunklen Flecken jedoch oft unregelmäßig im Gesicht, auf den Händen und an anderen Körperstellen. Handelt es sich um echte Pigmentflecken, gibt der Hautarzt Entwarnung. Als Schönheitsmakel gelten sie trotzdem. Kann man sie wegbekommen und wenn ja, wie?

Pigmentflecken, die mit zunehmendem Alter entstehen, habe ihre Ursache in einer Hyperpigmentierung, das heißt, es wird an den betroffenen Stellen zu viel Melanin, ein natürliches Hautpigment, gebildet. Das geschieht durch die vermehrte Aktivität der Melanozyten. So heißen die Zellen in der Basalschicht der Epidermis, die das Melanin produzieren. Der entscheidende Faktor für die Hautfarbe ist nicht die Anzahl, sondern die Aktivität dieser Melanozyten. Mit der fortschreitenden Alterung der Haut sinkt die Anzahl der Melanozyten, allerdings vergrößern sich die verbleibenden bei ungleichmäßiger Verteilung. Die sog. Altersflecken treten ab dem 40. Lebensjahr auf und zwar bevorzugt an Bereichen, die häufig der Sonne ausgesetzt sind. Es können aber auch eine genetische Veranlagung, hormonelle Faktoren oder Entzündungen bzw. Wunden die Ursache sein.

Durch zu viel Sonne verursachten Flecken kann man mit einem guten Sonnenschutz vorbeugen. Was aber tun, wenn die Hyperpigmentierung schon eingetreten ist? Leichtere Fälle im Gesicht lassen sich überschminken. Bei stärkerer störender Hyperpigmentierung muss der Dermatologe ran. Hautärzte (und nur die!) können zum Beispiel ein chemisches Peeling anwenden. Dabei wird eine saure Lösung (Alphahydroxysäure (AHA)) auf die betroffene Stelle aufgetragen, um die obersten Hautschichten zu entfernen. Das Verfahren ruft anfangs Blasen hervor. Wenn sich diese ablösen, kommt darunter neue und gleichmäßig pigmentierte Haut zum Vorschein. Auch Laserbehandlungen stellen eine Alternative dar. Diese haben den Vorteil, dass die Lichtimpulse ganz präzise lokalisiert werden können. Das fleckige Gewebe lässt sich auch mit flüssigem Stickstoff vereisen, wodurch nach Blasenbildung wie beim Peeling das vereiste Gewebe abgestoßen wird. Schließlich kann auch die Dermabrasion zum Einsatz kommen: Bei dieser Methode werden die oberen Hautschichten unter örtlicher Narkose mechanisch mithilfe kleiner Kristalle sanft abgeschliffen. Daraufhin bildet sich die Hautschicht gleichmäßig pigmentiert nach.

Zur Kontrolle von Pigmentflecken stehen bestimmte Hautpflegeprodukte zur Verfügung, deren Inhaltsstoffe dunkle Partien „bleichen“ oder die Melaninproduktion verlangsamen. Dabei handelt es sich oft um säurehaltige Cremes, die bei höherer Konzentration nur auf Rezept erhältlich sind. Daneben gibt es auch kosmetische Hautaufheller mit Wirkstoffen aus der Natur, die jedoch etwas Geduld in der Anwendung erfordern. Experten warnen übrigens vor Hausmitteln wie Zitronensaft, Buttermilch, Essig oder Knoblauch. Bis auf eine schwache antioxidative Wirkung können diese Hausmittel nichts bewirken.