Die Haut von Sportlern ist durch den Kontakt mit Wind, Wasser und Sonne oft strapaziert. Für Schutz sorgen die richtige Hautpflege, Kleidung und Ernährung. Für die Schönheit der Sport selbst.

Sport ist Mord für die Haut? Grundsätzlich nicht. Denn die Bewegungen des Körpers erzeugen eine bessere Durchblutung und regen den Stoffwechsel an. Wer die Muskeln trainiert, strafft seine Haut und stärkt das Bindegewebe. Das Schwitzen schwemmt zugleich oberflächliche Porenverstopfungen aus und reinigt auf diese Weise die Haut von innen. In vielerlei Hinsicht sorgt regelmäßige Bewegung also für eine schöne Haut.
Aber die Wettereinflüsse beim Sport wirken auch spürbar auf den Zustand der Haut. Beim Radfahren, Laufen oder Segeln zum Beispiel trocknet der Wind die Haut aus oder verbrennt sie durch die starke UV-Strahlung. Beim Schwimmen sorgt das Chlorwasser für Reizungen. Und auch die Salze im Schweiß setzen der Haut zu.

Creme oder nicht Creme?

Es gibt also viele Gründe, warum die Haut von Sportlern besonders sensibel und trocken ist und eine besondere Pflege braucht, auch wenn der Sport an sich für die Haut vitalisierend wirkt. Die Basis für eine gesunde Sportlerhaut bildet dabei, mehr als ohnehin schon, das ausreichende Trinken von Wasser, um den Nährstofftransport und die Spannkraft der Hautzellen zu fördern. Genauso eine zink-, vitamin- und proteinreiche Ernährung mit ungesättigten Fettsäuren für den Zellaufbau.
Beim Sporttreiben selbst sollte man darauf achten, dass die Haut atmen kann. Manche Experten meinen, beim morgendlichen Training jegliche Reinigung und Pflege wegzulassen. Andere Experten wiederum halten wenigstens eine Pflege mit einer Creme auf Fettbasis für wichtig – ohne Parafine, die die Poren verstopfen könnten. Die Feuchtigkeit kann so in der Haut gehalten werden, und die hauteigene Schutzbarriere ist gestärkt.

Unverhandelbar ist in jedem Fall ein guter Sonnenschutz. Und bei Minustemperaturen empfiehlt sich für die freiliegenden Partien im Gesicht und an den Händen eine fetthaltige Creme, damit die Haut nicht austrocknet und vor der Kälte geschützt ist.

Hautfreundlich angezogen

Wenn es um das Atmen der Haut geht, ist auch die Sportkleidung Hautsache. Diese sollte nicht zu warm sein, damit die Haut nicht noch mehr schwitzt und so kleine Pickel und Bläschen entstehen können. Optimal ist ein atmungsaktives Sportdress mit oberschenkellangen, eng sitzenden Sporthosen sowie einer engen, nicht zu rauen Wäsche. Zu weite und zu kurze Sporthosen können ein schmerzhaftes Wundscheuern erzeugen, vor allem an den Oberschenkelinnenseiten, weil hier die Haut aneinander reibt.

Wer beim Sport Blasen an den Füßen verhindern will, sollte immer Socken, wenigstens Sneaker-Sportsocken, tragen, um die Reibung zu verringern und das Schuhklima zu verbessern. Vorbeugend kann man auch Fußcremes, Hirschtalg oder ein Blasenpflaster auf die Stellen auftragen.

Urea danach

Nach dem Sport ist bei vielen der Gang in die Dusche obligatorisch. Hierbei am besten hautschonende, milde Duschgels verwenden und danach die Haut mit einer reichhaltigen Bodylotion einreiben, die viel Feuchtigkeit spendet. Es eignen sich vor allem Cremes auf Wasserbasis, die Glycerin und Urea enthalten. Spezielle Sportprodukte mit ätherischen Ölen und/oder Menthol können dagegen die Haut zusätzlich reizen. Der Sport selbst ist eben der Hautsegen, die Pflege gleicht nur aus.