Männer und Maniküre – das ist so eine Sache… Die Nägel regelmäßig zu schneiden, gehört für die meisten Herren inzwischen glücklicherweise zur Pflegeroutine. Doch wenn es über ein bisschen knipsen und vielleicht sogar feilen hinausgeht, wird es schwierig.

Viele denken erst dann darüber nach, wie man(n) wohl die Nagelhaut trimmen könnte, wenn sie bereits rot, trocken und schmerzhaft entzündet ist – und ärgern sich über fiese Niednägel, die sich neben den Nagelbetten eingenistet haben.

Das Problem: diese Niednägel sind das Ergebnis ausgetrockneter oder schlecht getrimmter Nagelhaut. Der beste Weg, sie zu vermeiden, ist, die Nagelhaut zu heilen und zu pflegen, um die gefürchteten Niednägel von vornherein zu verhindern.

Wie Mann das macht? Wir klären auf!

Bevor wir uns mit den Lösungen befassen, sollten wir kurz klären, was die Nagelhaut überhaupt ist.

Die Nagelhaut ist der kleine Hautstreifen, der aus dem Nagelbett herauswächst, um die Basis des Nagels zu bedecken. Ihre Funktion ist es, das Nagelbett vor äußeren Bedrohungen, wie Bakterien, zu schützen. Man kann sie zum Beispiel mit den Wimpern oder Nasenhaaren vergleichen, die ebenfalls das Eindringen von Fremdkörpern in einen empfindlichen Bereich verhindern.

Hier ist eine einfache Anleitung, wie Mann seine Nagelhaut trimmt und ein gesundes Fingerspitzengefühl wiederherstellt:

Schneiden

Wenn sie nicht gestutzt wird, kann die Nagelhaut ziemlich weit über den eigentlichen Nagel wachsen.  Es ist am besten – und sieht am besten aus – wenn die Nagelhaut kurz und ordentlich gestutzt ist. Mit einem Nagelreiniger oder Rosenholzstäbchen lässt sich die Nagelhaut einfach zurückschieben oder – wenn sie zugewachsen ist – anheben. So gelangt man unter die Nagelhaut und kann sie abschneiden. Aber bitte mit Vorsicht!

Einige Nagelknipser sind sogar speziell zum Schneiden der Nagelhaut konzipiert, sodass man kürzen kann, ohne zu viel weg zu schneiden. Außerdem sind sie gebogen, sodass der Winkel zur Kurve von Nagelhaut und Nagelbett passt.

Ganz wichtig: beim Knipsen ein paar Millimeter Haut an der Basis stehen lassen, um das Nagelbett nicht komplett freizulegen.

Tipp
: Einfacher geht es, wenn man die Nagelhaut vor dem Schneiden in warmem Wasser aufweicht, damit sie weniger Widerstand leistet und nicht einreißt. Unmittelbar danach mit einer reparierenden Creme, Balsam oder Öl eincremen.

Heilen

Die Nagelhaut ist sensibel, und kann sich leider schnell von gesund zu gereizt und gerötet verwandeln. Unsachgemäßes oder übermäßiges Schneiden, trockene Luft, das viele Waschen, häufiges Desinfizieren, harte körperliche Arbeit, Kontakt mit Reinigungsmitteln oder Chemikalien, heißes Wasser, langes Duschen – all das strapaziert das empfindliche Häutchen. Steuert man(n) nicht mit gezielter Pflege dagegen, ist ein freiliegendes, gerötetes Nagelbett oder ein Nietnagel fast unweigerlich die Folge.

Hier sind die besten Tipps, um dies zu verhindern:

  •  Mit einer sanften Seife die Hände mit lauwarmem Wasser waschen. Eine feuchtigkeitsspendende Stückseife ist optimal, da sie intensiv pflegt und Feuchtigkeitsverlust vermeidet.
  • Nach jedem Waschen und vor dem Schlafengehen einen reparierenden Balsam oder ein spezielles Nagelhaut-Öl auftragen. Das hilft nicht nur, vor Rissen zu schützen, sondern ein nährender Balsam hilft der Haut auch schneller und besser zu heilen, während der Feuchtigkeitsgehalt gleichzeitig erhöht und bewahrt wird.
  • Eine antibakterielle Salbe auf alle Risse und Wunden auftragen. Die freiverkäuflichen Salben aus der Drogerie oder Apotheke sollten ausreichen. Bei extremen Schmerzen oder Infektionen besser zum Dermatologen gehen.
  • Nicht schneiden, bis die Nagelhaut weit genug nachgewachsen ist. Wenn man(n) seine Fingerspitzen alle paar Tage mit dem Knipser überfällt, richtet das genauso viel Schaden an, wie wenn man die Nagelhaut wild wuchern lässt.

Es ist eben ein bisschen Fingerspitzengefühl gefragt für gepflegte Fingerspitzen.