Einige Produkte sollten das ganze Jahr über konstant verwendet werden, aber der Sommer kann besondere Herausforderungen für die Haut mit sich bringen, auf die wir uns vorbereiten sollten.

Der Sommer mit all seiner Hitze, Feuchtigkeit und Sonne kann für die Haut sowohl ein Segen als auch ein Fluch sein. Wir verbringen mehr Zeit im Freien, was die Haut schädlichen und alternden UV-Strahlen aussetzt. Aber die Luft ist auch feuchter, was der Haut nach einem trockenen Winter und Frühling die dringend benötigte Feuchtigkeit spendet.

Das heißt nicht, dass wir ein Hautpflegeprogramm, das im Frühjahr gut funktioniert hat, komplett überarbeiten müssen. Aber wer seinen Summer-Glow maximieren und einigen häufigen Hautproblemen vorbeugen möchte, sollte sich – unabhängig vom Hauttyp – an diese ultimativen Tipps für die Beauty-Routine im Sommer halten.

Kurz zusammengefasst

  • Akne und Pigmentierungsprobleme behandeln und vorbeugen
  • Sonnenschutz wiedereinführen
  • Reinigungs- und Feuchtigkeitscreme anpassen
  • Retinol- und Antioxidantien beibehalten (oder neu einführen)

Je nach Hauttyp und Reaktion auf die Umwelt sind vielleicht gar keine radikalen Änderungen nötig. Wichtiger ist es, darauf zu achten, wie die Haut auf das Sommerklima reagiert, um die Pflege-Routine je nach Bedarf anzupassen.

Wenn die Haut zu Akne neigt

Niemand mag das klebrige Gefühl von Sommerschweiß, schon gar nicht, wenn darauf ein Akne-Ausbruch folgt. Doch nicht der Schweiß selbst ist das Problem, sondern das Bakterienwachstum, das er fördert: Verschwitzte Haut bietet eine warme, feuchtigkeitsreiche Umgebung, die es den natürlichen Bakterien auf der Haut ermöglicht, sich zu vermehren und Pickel zu verursachen. Diese Unreinheiten können sowohl im Gesicht als auch am Körper auftreten.

Wenn Akne auf dem Rücken, dem Po oder der Vorderseite der Oberschenkel auftaucht, ein antibakterielles Duschgel verwenden, um die Bakterien zu neutralisieren. Am besten ein Produkt wählen, das Benzoylperoxid enthält, ein antibakterieller Wirkstoff, der von Experten für die Behandlung von Akne empfohlen wird.

Ein weiterer Inhaltsstoff zur Aknebekämpfung ist hypochlorige Säure, eine verdünnte Form von Bleichmittel. Diese milde Säure hat antibakterielle, antimykotische und sogar antivirale Eigenschaften.

Wenn die Haut fettig ist

Jetzt, wo es wärmer ist, bemerken viele von uns kleine Mitesser auf Nase, Kinn und Stirn. Die Ursache: Bei manchen Menschen beginnt der Körper als Reaktion auf die Hitze, Talg bzw. Öl überzuproduzieren, was zu verstopften Poren führt, die sich als kleine schwarze Punkte auf der Haut zeigen.

Um die Poren frei zu halten, empfiehlt sich ein Peeling zur Gesichtsreinigung. Am besten wirkt ein Produkt, das zwei Exfoliatoren kombiniert: Glykol- und Salicylsäure. Glykolsäure ist eine wasserlösliche Alpha-Hydroxysäure (AHA), die dabei hilft, abgestorbene Hautzellen von der Hautoberfläche abzutragen; Salicylsäure hingegen ist eine öllösliche Beta-Hydroxysäure (BHA), die hilft, Öl zu reduzieren und Unreinheiten tief in den Poren zu beseitigen. Außerdem sollte Glycerin enthalten sein, um die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen.

Haut, die zu Unreinheiten neigt, kann außerdem von einem Wechsel von einem cremigeren Reinigungsprodukt zu einem auf Schaum- oder Gel-Basis profitieren, um Öl besser zu kontrollieren.

Täglich Sonnenschutz auftragen

Egal, ob es draußen sonnig oder bewölkt ist, Sonnenschutz mit LSF 30 ist täglich Pflicht. Ideal ist ein Breitspektrum-Sonnenschutzmittel, da es sowohl UVA- als auch UVB-Strahlen blockiert, die Hautkrebs verursachen können und zur Hautalterung beitragen.

Besonders wirksam sind Produkte mit Zinkoxid, das den besten Schutz vor der Sonne bietet und außerdem sehr beruhigend auf die Haut wirkt.

Wer sich Sorgen macht, dass die tägliche Anwendung von Sonnenschutzmitteln Unreinheiten verursacht, sollte ein Produkt wählen, das als nicht komedogen gekennzeichnet ist, was bedeutet, dass es im Vergleich zu anderen Sonnenschutzmitteln weniger wahrscheinlich ist, dass es die Poren verstopft.

Nicht vergessen: kein Sonnenschutzmittel ist in der Lage, 100 Prozent der UV-Strahlen zu blockieren. Experten empfehlen, längere Aufenthalte im Freien zwischen 10 und 16 Uhr zu vermeiden, lockere Kleidung zu tragen, die die Haut bedeckt, und sich möglichst in schattigen Bereichen aufzuhalten. Und das gilt zusätzlich zur Sonnenschutz-Routine, nicht anstelle davon!

Die richtige Feuchtigkeitscreme und Reinigung verwenden

Es gibt eine weit verbreitete Meinung, dass im Sommer jeder von schwereren cremigen Reinigungs- und Feuchtigkeitscremes auf leichtere Schaum- oder Gel-Produkte umsteigen sollte. Doch das passende Reinigungsprodukt hängt von den individuellen Bedürfnissen der Haut ab – und die können sich von einem Tag auf den anderen ändern.

Es gibt keine allgemeingültigen Empfehlungen für die Hautpflege im Sommer. Wenn sich die Haut im Sommer nicht anders anfühlt als im Winter, dann ist es nicht nötig, von cremigen Texturen auf leichtere Formulierungen umzusteigen.

Ein Anhaltspunkt dafür, dass man zu schwere Produkte verwendet, ist, wenn sich Milien entwickeln. Das sind kleine weiße Beulen oder Zysten unter der Haut. Diese enthalten eine Ansammlung von Keratin und sind harmlos, können aber monatelang bestehen bleiben. Vermieden werden sollten in diesem Fall Produkte, die Öl oder Sheabutter enthalten. Besser sind flüssige oder schäumende Reinigungsprodukte.

Um Falten zu glätten auch im Sommer ein Retinoid verwenden

Retinoide sind Vitamin-A-Derivate, die die Kollagenproduktion anregen, um das Erscheinungsbild von Linien und Falten effektiv zu mildern.

Es gibt einen weit verbreiteten Irrglauben, dass man den Power-Wirkstoff im Sommer nicht verwenden sollte. Es stimmt zwar, dass die UV-Strahlen der Sonne die Haut empfindlicher machen können, aber dafür gibt es eine einfache Lösung: Retinol nachts auftragen und das Wundermittel seine Anti-Aging-Arbeit während des Schönheitsschlafs tun lassen!