Fußbäder sind seit jeher ein wirksames Mittel, um den Füßen aber auch dem eigenen Wohlbefinden nach anstrengendem Tagwerk etwas Gutes zu tun. Aber Vorsicht, wer unter Venenerkrankungen leidet, sollte seinen Arzt zu seinen Anwendungsmöglichkeiten befragen. Kalte Fußbäder können bei Harnwegsinfekten, Bluthochdruck oder arteriellen Durchblutungsstörungen Probleme machen, auch hier sollte im Vorfeld der Arzt befragt werden.

Ideal ist eine Wassertemperatur von 35 Grad, die Dauer des einfachen Fußbades wird mit fünf bis sieben Minuten als am wirksamsten bewertet. Dabei ist es unerheblich, ob nur mit reinem Wasser oder mit verschiedensten Zusätzen gearbeitet wird. Wer über den Luxus einer Vibrations- oder Sprudel-Fußbadewanne verfügt, kann aus mehreren Wohlfühlprogrammen wählen. In der einfachen Plastikwanne können Glasmurmeln auf dem Wannenboden für eine Fußreflexzonenmassage während des Fußbades sorgen, diverse Badezusätze können den gewünschten Effekt noch steigern.
Salbei oder Eichenrinden-Extrakt werden zum Beispiel bei verstärktem Fußschweiß eingesetzt. Natürliche Zusätze wie Molkepulver, Sahne oder Honig wirken schon in kleinen Mengen hautpflegend, eignen sich aber auch als Emulgatoren für diverse Extrakte in öliger Form. Bei den konzentrierten Ölen gilt der Grundsatz: weniger ist mehr.

Bei Erkältungen unterstützen Zusätze auf Angelikawurzel- oder Muskatellersalbei-Basis den Körper bei seiner Abwehrarbeit, ein einfacher Fichtennadelextrakt im Fußbad tut es aber auch.
Wer nach dem Schwimmbadbesuch Fußpilz entgegen wirken will, der kann dies mit Fußbädern tun, denen eine Tasse Apfelessig und eine halbe Tasse Salz hinzufügt werden. Ist bereits ein Brennen zwischen den Zehen spürbar, empfiehlt es sich, diese Bäder zweimal täglich für mindestens zehn Minuten durchzuführen. Sollte keine Linderung eintreten, ist der Gang zum Arzt oder Apotheker angeraten.

Fußbäder mit Zitronenextrakten können gegen Stress wirksam sein, wobei im Allgemeinen die zelebrierende Vorbereitung und das Durchführen eines Fußbades auch ohne Zusätze schon als Stress lindernd angesehen werden.

Wer es mehr mit Altvater Kneipp hält, für den ist ein „ansteigendes Fußbad“ vielleicht der richtige Ansatz. Beim „ansteigenden Fußbad“ wird die Wassertemperatur von anfangs 20 Grad durch das tassenweise hinzugießen von heißem Wasser auf rund 43 Grad erwärmt. Um hier die nach Kneipp gewünschte Wirkung auf das Kreislaufsystem zu erlangen, sollte der Endwasserstand dann aber bis zur Mitte der Waden gehen, was hier die Wahl eines höheren Bottichs erfordert. Die Dauer dieser Prozedur sollte 20 Minuten nicht übersteigen und ist für Menschen mit Herz- und Venenproblemen nicht geeignet.

Wer unter Hornhautbildung leidet, dem kann als Vorbereitung zur Fußpflege ein Fußbad mit einem leichten Essigzusatz helfen, die Hornhaut wird weicher und lässt sich danach besser bearbeiten. Hausrezepte für wohltuende Fußbäder gibt es viele und auch der Handel bietet ein ausreichendes Angebot an fertigen Mischungen.