Nasenhaare sind zwar nicht unbedingt schön anzusehen, sie sind jedoch alles andere als sinnlos. Sie sind Teil des menschlichen Immunsystems und halten kleinste Schmutzpartikel ab. Somit wird verhindert, dass Bakterien, Staub und vieles mehr in unseren Körper gelangen. Wenn das natürliche Schutzschild komplett entfernt und dabei winzige Wunden verursacht werden, können sich Infektionen bilden. Manche Mediziner warnen gar davor, dass solche Infektionen lebensgefährlich werden können, da die Venen in der Nase eine direkte Verbindung zum Gehirn haben. Auch leiden Allergiker nach dem Enthaaren verstärkt unter Umwelteinflüssen.

Die Haare im Inneren der Nase sind sogenannte Vibrissen. Bei Tieren nennt man das Tasthaare. Sie unterscheiden sich von normalen Haaren dadurch, dass sie einen besonderen Follikel aufweisen, der dicht unterhalb des Eintritts des Haares in die Haut einen winzigen Blutbeutel enthält. Schneiden sie die Nasenhaare in der Nase zu dicht an der Hautoberfläche ab, so ziehen sich die Haarstümpfe etwas in die Pore zurück. In dieser Vertiefung können sich nun Keime sammeln, die wegen ihrer Winzigkeit in den Blutbeutel gelangen und über das Blut zu anderen Stellen im Körper wandern können.

Folgt man den Ratschlägen der Mediziner, ist deshalb allenfalls ein „Formschnitt“ angesagt. Nasenhaartrimmer sind die effektivste und einfachste Art, um störenden sowie unschönen Härchen entgegenzuwirken. Die Geräte sind in den unterschiedlichsten Formen, Funktionsweisen und Ausführungen erhältlich. Beim Kürzen der Nasenhaare mit der Maschine sollte man besonders darauf achten, diese bereits einzuschalten, bevor sie in das Nasenloch eingeführt wird. So werden die langen, hervorstehenden Haare bereits zu Beginn beseitigt. Hilfreich ist dabei auch, die Nasenspitze mit dem Zeigefinger leicht nach oben zu drücken, damit erhält man im Spiegel einen besseren Einblick.
Es erscheint zwar einfacher die Nasenhaare mit einer Schere zu kürzen, doch birgt das einige Gefahren. Zum einen die ungewohnte spiegelverkehrte Handhabung der Schere in der Nase. Und zum anderen kann die falsche Schere größeren Schaden anrichten.

Eine handelsübliche Haushalts- oder Nagelschere zu nutzen, wäre definitiv der falsche und bestimmt sehr schmerzvolle Weg. Eine Schere mit abgerundeten Enden vermeidet hier unnötige Verletzungen. Beim Stutzen mit der Schere sollte darauf geachtet werden, dass die Schere sauber und scharf ist. Gekürzt werden sollten dann aber nur jene Haare, die tatsächlich aus dem Nasenloch herausragen. Die übrigen Härchen sind wichtig für ein funktionierendes Immunsystem.

Eines sollte man aber nicht tun: die Nasenhaare ausreißen. Denn erstens ist das sehr schmerzhaft und zweitens auch gefährlich. In der Nasenschleimhaut tummeln sich viele Keime und Bakterien. Werden die Härchen ausgerupft, haben Bakterien ein leichtes Spiel. Durch die winzige offene Wunde können Erreger in den Körper gelangen und gefährliche Infektionen verursachen. Die Venen in der Nase führen direkt zum Gehirn. Bakterien aus der Nase könnten so eine Hirnhautentzündung auslösen.