Wir stehen drauf. Tag für Tag. Die Rede ist von unseren Füßen. Sie tragen beständig unsere Last. Und zwar ein Leben lang. Dennoch werden Füße oft unzureichend gepflegt, was zu Trockenheit, Rissen und Juckreiz, manchmal gar zu Infektionen führt. Wirksamstes Mittel gegen trockene Füße ist Feuchtigkeit, die regelmäßig zugeführt werden sollte. Entsprechende Pflege garantiert schöne Füße bis ins hohe Alter.

Sensible Fußhaut

Anders als unsere Gesichtshaut besitzt die Haut an den Füßen eine andere Konsistenz: Sie hat weniger Talgdrüsen und verfügt stattdessen über wesentlich mehr Schweißdrüsen. Diese sondern Flüssigkeit ab. Sind die Schweißdrüsen geschädigt oder werden durch äußere Umstände an ihrer Arbeit gehindert, trocknen die Füße sukzessive aus. Es bilden sich Furchen, Schrunden und rissartige Vertiefungen, die raue Haut nach sich ziehen. Eine übermäßig dicke Schicht aus Hornhaut ist die Folge. Was zunächst nur ein kosmetisches Problem ist, kann sich zu einem medizinischen Problem ausweiten. Damit es nicht so weit kommt, ist regelmäßige Fürsorge wichtig.

Alarmzeichen

Bei folgenden Alarmzeichen sollte über eine veränderte Fußpflege nachgedacht werden:

  • Schuppenbildung und spröde Haut
  • massive Hornhautschichten an Fußballen und Ferse
  • verstärkt auftretender Juckreiz
  • verspannte Fußhaut
  • Einkerbungen an der Fußsohle

Bilden sich zusätzlich pilzartige Auswüchse an den Füßen, ist umgehend ein Arzt zu konsultieren.

Ursachen für trockene Füße

Ursächlich für trockene Füße können verschiedene Dinge sein. So bringt der menschliche Alterungsprozess einen Feuchtigkeitsverlust mit sich, der den gesamten Körper betrifft. Auch langes, heißes Duschen oder der Einsatz von Seife ist dem Austrocknungsprozess zuträglich. Zudem kann falsche Ernährung ein Fußproblem verschlimmern. Überhaupt besitzen unsere Lebensgewohnheiten elementaren Einfluss auf unsere Physis. Demnach sind übermäßige Sonnenbäder, langes Stehen auf einer Stelle und Örtlichkeiten mit niedriger Luftfeuchte zu vermeiden. Darüber hinaus wirken sich bestimmte (Vor-)Erkrankungen negativ auf unsere Fußflora aus. Dies gilt beispielsweise für Diabetes, Schilddrüsendysfunktionen und Pilzbefall. Auch starkes Übergewicht begünstigt die Ausbreitung trockener Haut.

Feuchtwarme Umgebung meiden

Eine leichte Hornhautschicht an den Füßen ist normal und gleichzeitig nützlich, denn die Schicht wirkt auf natürliche Weise als Barriere gegen schädliche Erreger. Bei trockener Haut hingegen fehlt die Barriere. Das Auftreten von Rissen öffnet Keimen und Erregern Tür und Tor. Diese befinden sich meist auf der Haut und können nun ungehindert in den Fuß eindringen. Befördert wird dieser Prozess durch eine warme und feuchte Umgebung, wie sie zum Beispiel in der Sauna oder im Schwimmbad vorzufinden ist.

Mittel gegen trockene Fußhaut

Oberste Regel bei sehr trockenen Füßen: Eincremen. Und das am besten regelmäßig. Auch das Aufbringen ausreichender Mengen ist wichtig. Das Angebot an speziellen Fußcremes ist groß, wobei man keine Mittel verwenden sollte, die Alkohol enthalten. Vielmehr sind Cremes mit feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen wie etwa Urea zu bevorzugen. Aufzubringen ist die Creme im Idealfall nach einem Fußbad. Aber erst, nachdem die Füße samt Zehenzwischenräumen gründlich abgetrocknet wurden. Zusätzlich trägt das richtige Schuhwerk zum Gesunden der Füße bei. Es sollte atmungsaktiv sein. Wer zudem aus Baumwolle gefertigte Socken trägt, ist auf der sicheren Seite.

Trockene Füße und Hausmittel

Anstelle von Fuß- und Schrundencreme können Hausmittel zur Fußpflege verwendet werden. Sie beruhen auf natürlicher Basis und sind ähnlich erfolgsträchtig. Zu empfehlen sind in diesem Zusammenhang:

  • Zitrone
  • Kokosöl oder Olivenöl
  • Bittersalz
  • Essig

So wirken die Hausmittel

Beim Einsatz von Zitrone kommt dessen erneuernder Effekt zur Geltung. Zitronensaft mit Kokos- oder Olivenöl und grobem Salz vermischen und damit die Füße abreiben, es löst trockene Hautpartikel und regt gleichzeitig die Produktion neuer Zellen an. In der Folge ergibt sich ein weiches Hautbild. Was ebenso für den Gebrauch von Kokos- oder Olivenöl gilt. Das auf die Füße aufgebrachte Öl sollte über Nacht einwirken, Baumwollsocken überziehen – fertig. Am nächsten Tag fühlen sich die Füße nach einem gründlichen Waschvorgang deutlich geschmeidiger an. Bevorzugt man Bitterstoffe, sollte das entsprechende Salz einem handwarmen Fußbad beigefügt werden. Das Bittersalz schließt aufgerissene Stellen und entzieht dem Fuß zugleich eingedrungene Giftstoffe. Gleiches trifft auf Essig zu, da das Konservierungsmittel über eine reinigende Wirkung verfügt.