Ob zarte Rötungen, lästige Pickel oder schuppige Stellen – Hautprobleme zeigen sich auf ganz unterschiedliche Weise. Mal sind sie stressbedingt, mal hormonell, mal einfach saisonal – gerade im Sommer, wenn Hitze, UV-Strahlung und Schweiß die Haut zusätzlich belasten. Die gute Nachricht: Viele Beschwerden lassen sich mit den richtigen Pflegeprodukten und ein wenig Geduld effektiv lindern. Von A wie Alopezie bis Z wie Zeckenbiss – ein alphabetischer Überblick zeigt, worauf es bei typischen Hautproblemen ankommt und welche Produkte gezielt helfen oder unterstützen können.

A – Alopezie

Wenn plötzlich auffällig mehr Haare in der Bürste landen, ist oft Alopezie der Grund – also vermehrter Haarausfall. Oft ist er hormonell bedingt. Was tun? Koffein-Shampoos aktivieren die Kopfhaut, Nahrungsergänzung mit Biotin oder Eisen können von innen helfen. Wichtig ist vor allem: früh reagieren. Oft hilft ein Besuch in der Hautarztpraxis.

B – Blasen

Wer kennt es nicht: neue Sandalen, lange Spaziergänge – Blasen entstehen, wenn Haut durch Reibung überlastet wird. Blasenpflaster wirken wie ein Schutzschild: Sie heilen die Wunde, puffern nach außen ab. Antibakterielle Wundsprays beugen Entzündungen vor. Pflaster drauf, Schuhe wechseln – weiter geht’s. Und: Nicht aufstechen, das kann zu schweren Entzündungen kommen.

C – Cellulite

Cellulite ist kein Schönheitsmakel, sondern ganz normal. Wer trotzdem etwas dagegen tun will, setzt auf Massageroller, Lymphdrainage-Seren oder Cremes mit Koffein, Guarana oder Rotalgenextrakt. Keine Wunder erwarten: Selbst Cremes und Massagen straffen nicht über Nacht, aber regelmäßig angewendet glätten sie sichtbar. Und es tut gut.

D – Dermatitis

Ein Sammelbegriff für entzündliche Hautveränderungen. Egal, ob Reizstoffe, Kontaktallergie oder innerer Stress – die Haut reagiert mit Rötung, Juckreiz, Trockenheit. Emulsionen mit Panthenol oder Hafer helfen, die gestörte Barriere zu stabilisieren. In der Praxis klären, ob gesundheitliche Gründe die Ursache sein können. Ceramide bauen die Hautbarriere wieder auf, Thermalwasser wirkt beruhigend bei sensibler Haut.

E – Ekzeme

Trocken, schuppend, juckend: Ekzeme treten oft in Schüben auf. Wichtig ist hier eine gut abgestimmte Basispflege mit Urea oder Linolsäure. Kortisonfreie Entzündungslinderer auf pflanzlicher Basis können unterstützend wirken.

F – Falten

Zeichen der Zeit – aber mit Potenzial zur Milderung. Peptidseren, Retinolpflege, Hyaluron-Booster und täglicher (!) UV-Schutz gehören zum Anti-Aging-Einmaleins. Nicht alles auf einmal – aber konsequent angewendet sind sie Trumpf. Und eine wöchentliche Hyaluronmaske ein Upgrade, dass das Hautbild verfeinert.

G – Gerstenkorn

Es ist ein kleine Entzündung einer Talg oder Schweißdrüse am Lidrand. Sie sind sehr unangenehm, aber zum Glück meist harmlos. Feuchte Wärme (z. B. mit Kamillenkompressen) hilft. Wenn’s nicht abheilt: ab zum Augenarzt oder zur Augenärztin.

H – Herpes

Herpes tritt nicht nur als Klassiker im Sommer auf, sondern sind auch in den kalten Monaten keine Seltenheit: Heizungsluft trocknen die Lippen aus und sind ein perfektes Einfallstor für das Virus. Sobald es kribbelt, sofort eine antivirale Creme auftragen. Zink wirkt zusätzlich austrocknend, Lippenpflege mit Lichtschutzfaktor kann vorbeugen. Und immer auf das Immunsystem achten. Ist das unten, nutzen die Viren ihre Chance.

I – Insektenstiche

Jucken, brennen, anschwellen! Die Klassiker: Kühlgele mit Antihistaminika, Roll-ons mit Aloe Vera oder Lavendel wirken lindernd. Ein Heil-Klassiker aus der Natur: Spitzwegerich. Das Blatt aus einer sauberen Umgebung (nicht am Straßenrand einer Großstadt, Hundepippi-Gefahr!) pflücken, leicht einreißen und den Saft auf die Wunde geben. Mehrfach wiederholen.

J – Juckreiz

Manchmal harmlos, manchmal erstes Anzeichen für Hautprobleme wie Neurodermitis oder Allergien. Urea-Lotionen, Pflege mit Polidocanol oder Hafer beruhigen die Haut. Kratzen verschlimmert – lieber kühlen oder klopfen. Und wenn’s weiter juckt, zum Arzt.

K – Kratzer

Ob vom Haustier oder einem Ast im Park – kleine Schürfwunden passieren schnell. Kein Drama, einfach: Desinfizieren, Wundsalbe drauf, Pflaster bei Bedarf – und gut ist es. Produkte mit Panthenol oder Zinkoxid fördern die Wundheilung.

L – Läuse

Unangenehm, aber behandelbar – besonders bei Kindern. Shampoos mit Dimeticon und gründliches Auskämmen sind Pflicht. Wichtig: Wiederholen, sonst kommt der Befall zurück. Es reicht nicht, nur die Haare zu behandeln. Auch Bettwäsche, Schlafanzüge, Mützen, Schals und Bürsten müssen gereinigt werden. Läusen und Nissen werden bei 60 Grad Celsius abgetötet. Alternativ: Textilien luftdicht verpacken. Da verhungert das Ungeziefer.

M – Mitesser

Offene Poren, die durch Talg und Schmutz verstopft sind. Salicylsäure-Reiniger, Tonerde-Masken oder Niacinamid-Seren helfen, die Haut ins Gleichgewicht zu bringen. Wer konsequent reinigt, reduziert langfristig Unreinheiten. Mit entzündungshemmender Creme abschließen.

N – Neurodermitis

Wenn es draußen kalt wird, braucht die Haut mehr Fett, mehr Schutz, mehr Pflege. Die trockene Heizungsluft drinnen und der scharfe Wind draußen setzen der ohnehin empfindlichen Haut zu. Juckreiz, Rötungen und rissige Stellen nehmen zu, Schübe häufen sich. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt auf reichhaltigere Cremes oder Salben umzusteigen. Cold Creams oder wasserfreie Formulierungen mit Ceramiden, Linolsäure oder Nachtkerzenöl sind kleine Helferlein. Sie schützen die Haut und helfen ihr, sich selbst zu helfen. Und auch wenn’s schwerfällt, nicht kratzen: lieber kurz und lauwarm duschen, Baumwolle statt Synthetik tragen und der Haut täglich ein bisschen mehr Aufmerksamkeit schenken.

Ö – Ödem

Ein Ödem ist eine Flüssigkeitsansammlung im Gewebe – meist als Schwellung sichtbar, etwa an Knöcheln oder unter den Augen. Kühlende Gels mit Koffein oder entwässernde Cremes, kombiniert mit sanfter Massage, helfen beim Abtransport des eingelagerten Wassers.

P – Pilz

Geschlossene, nicht atmungsaktive Schuhe, dicke Socken, Schwitzen bei der Arbeit oder in beheizten Räumen: Die Bedingungen für Fuß- oder Hautpilz sind auch in der dunklen Jahreszeit ideal. Besonders betroffen sind Füße, Hautfalten und manchmal auch der Intimbereich. Antimykotische Cremes oder Sprays aus der Apotheke helfen zuverlässig – vorausgesetzt, sie werden lang genug und regelmäßig angewendet. Auch wenn die Symptome schon verschwunden sind: weitercremen! Nur so lassen sich Rückfälle verhindern. Und nicht vergessen: Socken, Unterwäsche und Handtücher bei mindestens 60 Grad waschen. Wenn das Textil das nicht zulässt, heiß bügeln. Das tötet die Pilze ab.

Q – Quaddeln

Es sind plötzliche Erhebungen auf der Haut, oft sind sie stark juckend – typisch bei Nesselsucht. Antihistamin-Gels, kühlende Kompressen oder Menthol-Sprays verschaffen eine schnelle Linderung.

R – Rote Flecken

Hautrötungen entstehen oft durch Reibung oder sensible Haut, die Wetter und Umweltfaktoren ausgesetzt ist. Beruhigende Pflege mit Kamille, Bisabolol oder Thermalwasser mildern die Reaktion ab. Grün getönte Cremes helfen optisch, Rötungen auszugleichen.

S – Sonnenbrand

Passiert schnell, besonders wenn man sonnenhungrig mit blasser Haut in den Herbsturlaub am Strand fährt  – und es tut richtig weh. Aloe-Vera-Gel, After-Sun-Produkte mit Panthenol oder Ectoin kühlen und helfen der Haut sich zu regenerieren. Wichtig: viel trinken und Sonne vorerst meiden.

T – Talgdrüsenverstopfung

Sie führt zu Pickeln und entzündlichen Unreinheiten. Wer mit AHA/BHA-Peelings oder Reinigungsgels mit Zinkoxid gegensteuert, kann die Haut schnell beruhigen. Auch Produkte mit Schwefel zeigen Wirkung.

U – Unebenheiten

Wenn der Teint rau oder unruhig wirkt, helfen Enzympeelings, Seren mit Vitamin C oder regelmäßige Masken mit Heilerde. Wichtig: sanft bleiben – die Haut braucht Zeit, sich zu regenerieren.

V – Verhornungen

Wenn’s draußen kälter wird, wird auch die Haut an Fersen, Ellbogen oder Händen oft rauer. Verhornungen nehmen dann zu, besonders durch Heizungsluft und weil man dicke Socken trägt, die wenig Luft ranlassen. Urea-Cremes mit 10 oder 15 % Harnstoff helfen, um die Hornhaut weich zu machen. Sanfte Peelings mit Salicylsäure oder Milchsäure (je nach Hauttyp) können zusätzlich unterstützen, die abgestorbene Haut zu lösen. Wer regelmäßig mit Bimsstein oder Hornhautfeile arbeitet – am besten nach dem Duschen –, hat weniger Risse. Besonders abends lohnt es sich, die Füße dicker einzucremen. Fußmasken oder Pflegesocken mit Panthenol oder Shea – über Nacht tragen – können da wirklich was ausrichten.

W – Warzen

Verursacht durch humane Papillomviren, oft an Händen oder Füßen. Pflaster mit Salicylsäure, Vereisungssprays oder spezielle Lösungen helfen – hartnäckige Warzen lieber ärztlich behandeln lassen.

X – Xerose

Xerose ist nur das Fachwort – gemeint ist einfach: extrem trockene Haut. Sie tritt oft im Alter auf. Die Haut spannt, schuppt, juckt. Gerade an Schienbeinen oder Händen wird sie schnell rissig. Was hilft? Cremes, die rückfettend wirken – mit pflanzlichen Ölen, Ceramiden oder Urea. Die bauen die Hautbarriere langsam wieder auf und bringen Feuchtigkeit dahin zurück, wo sie fehlen. Am besten abends dick auftragen und über Nacht einwirken lassen.

Z – Zeckenbiss

Herbst, Frühjahr, Sommer –  Zeit der Waldspaziergänge. Manchmal mit lästigem Souvenir:  Zecken! Sie sind gefährlich, können Krankheiten auslösen. Zecken mit einer speziellen Zange entfernen, Einstichstelle beobachten. Breitet sich die Röte rund um den Biss aus oder kommt es zu grippeähnlichen Symptomen deutet das auf Borreliose hin – dann bitte ärztlich abklären.

 

Text: medicalpress