„Wirklich reizend“: Blasse Haut ist nicht nur in der kalten Jahreszeit schön anzusehen. Frauen mit hellem Teint wirken schon immer besonders zart und elfenhaft. Doch die vornehme Blässe kann manchmal ein echtes Sensibelchen sein: Nicht nur im Kampf gegen UV-Strahlung beweist sie alles andere als ein dickes Fell – auch bei der Reinigung und Pflege reagiert sie schnell mal über.

Mit Spannung erwartet

Stehen nach dem Reinigen neben visuell wahrnehmbaren Anzeichen wie Rötungen auch nicht sichtbare Reaktionen wie Spannen, Brennen oder Jucken auf dem Programm, sind das Merkmale einer sensiblen oder gar überempfindlichen Haut. Laut einer Umfrage leiden in Deutschland rund 44 % der Frauen unter empfindlicher Haut und sollten auf alles verzichten, was ihre empfindliche Hülle reizen könnte. Auf dem Index stehen aus diesem Grund die meisten Duft- und Konservierungsstoffe sowie viele weitere Zusätze wie Alkohol und Emulgatoren. Beim Sonnenbaden sollten Menschen mit empfindlichem Hauttyp statt chemischer Lichtfilter auf einen mineralischen Sonnenschutz mit Titanoxid setzen.

Im falschen (Schutz)Film

Sensible Haut ist oftmals das Resultat von Überpflegung oder falscher Pflege. Sie stören das empfindliche Gleichgewicht der Hautbarriere, in deren Folge sie mit Irritationen auf äußere Einflüsse reagiert. Deshalb ist schon bei der Gesichtsreinigung oberste Vorsicht geboten. Reinigungsgele hinterlassen oft keinen cremigen, schützenden Film auf der Haut und können den Säureschutzmantel noch mehr aus dem Gleichgewicht bringen. Sie sollten durch Produkte mit rückfettender Wirkung ersetzt werden. Am wohlsten fühlt sich sensible Haut mit einer milden Reinigungsmilch, die weder Duft- noch Konservierungsstoffe enthält.

Wisch und weg

Mizellen Reinigungsprodukte sind die neue Generation der Gesichtsreinigung und besonders für empfindliche Haut bestens geeignet. Sie reinigen und pflegen sie in nur einem Schritt – aber mit dreifacher Wirkung: Die innovativen Produkte sind Reinigungslotion, Gesichtswasser und Pflege in einem. Da die amphiphilen Moleküle sowohl aus hydrophilen wie auch lipophilen Anteilen bestehen, können Make-up und Verschmutzungen besonders sanft entfernt werden. Die waschaktiven Substanzen lösen die Schmutz- und Make-up-Partikelchen auf sanfte Weise von der Haut ab, reinigen und klären sie und versorgen sie außerdem mit wichtigen Vitaminen und Nährstoffen.

Alles Gute aus der Tube

Da der Säureschutzmantel empfindlicher Haut nicht mehr intakt ist, gelangt die hauteigene Feuchtigkeit leichter nach außen. Gleichzeitig können Schadstoffe einfacher eindringen. So sollte die Haut nicht nur mit Feuchtigkeit, sondern auch mit natürlichen Feuchthaltefaktoren wie Ceramiden oder Fettsäuren versorgt werden, um sie von innen aufzupolstern. So wird sie hydratisiert, trocknet nicht aus und kann Keime besser abwehren. Hautverwandte Stoffe wie Allantoin oder Urea wirken wie Beruhigungsmittel aus der Tube: Sie besänftigen gereizte Haut und lindern Juckreiz, unterstützen dabei die Barrierefunktion und stellen so das natürliche Gleichgewicht der Haut wieder her. Cremes in Tuben oder Spendern kommen dabei mit weitaus weniger Konservierungsstoffen aus als Cremes in Tiegeln, weil sie kaum Kontakt mit Luft und Keimen haben.

Nur für Softies

Auf grobkörnige Peelings sollten Menschen mit empfindlichem Hauttyp besser verzichten. Stattdessen erweisen sich Gesichtsmasken als eine sinnvolle Ergänzung zur normalen Pflege: Sie wirken beruhigend und reizlindernd, lassen Rötungen abklingen und schenken der Haut eine Extraportion Pflege. Auch die Haut am Körper kann sensibel reagieren. Hier darf es ebenfalls ein Mehr an Pflege sein: Statt erfrischender Duschgels sind reichhaltige Duschöle oder rückfettende Ölbäder mit sanften Tensiden die bessere Wahl, denn sie schäumen nicht und bewahren so die Feuchtigkeit in der Haut. Nach der Reinigung sorgen Bodylotions mit beruhigenden und feuchtigkeitsspendenden Wirkstoffen für ein gutes Hautgefühl.

Von innen

Mit einer gesunden Ernährungsweise kann man seiner Schutzhülle auch von innen auf die Sprünge helfen. In Hülsenfrüchten, Sojaprodukten oder Eiern steckt die nichtessentielle schwefelhaltige Aminosäure Cystin, die die Haut nicht nur vor Lipidverlust bewahrt, sondern auch bei der Bildung von Kollagen eine Rolle spielt. Die Vitamine A, C und E unterstützen den Hautstoffwechsel und schützen die Zellen vor den schädigenden Auswirkungen freier Radikale. Sie stecken in vielen Obst- und Gemüsesorten wie Aprikosen, Karotten und Paprika sowie Nüssen und Vollkornprodukten.

 

Text: beautypress